Was ihr hier teilweise für Mantras aufstellt ist abenteuerlich.
Sie: Einfach unsicher, durch viele Aktionen, die ihr das Vertrauen nahmen. Er: Bricht Kontakt ab, sie kommt ihm näher, er meldet sich dann 2 Wochen nicht, will dann doch mit ihr reden, löscht sie 2 Tage vorher aber auf fb und insta und setzt damit ein Zeichen für sie, dass er auf ihre Verführung nicht einsteigen will. Dann grüßt er sie nicht: Nächstes Zeichen - und macht den ganzen Abend auf pseudo-cool. Dass sie sich weggestoßen fühlte, ist ganz klar. Vermutlich war sie aufgeregt und hat sich gefreut, ihn wieder zu sehen. Und dann das.
Dann kommt er wieder an und will reden. Sie: Noch mehr verunsichert. Dann sucht sie wieder die Annäherung, verführt ihn auch - er eiert herum und sagt, Freundschaft ist nicht. Was soviel heißt, als Mensch bedeutest du mir nur insofern was, solang du in absehbarer Zeit auch dein Höschen wieder regelmäßig fallen lässt. Sie: Verunsichert. Dann meldet er sich wieder nicht, sie sucht nochmal sanft die Verführung, was gelingt - und weil es ihm nicht konkret genug wird, macht er wieder auf pseudo-cool und schließlich blockiert er sie.
Nein, nicht Männer verführen, kein Mann der Welt außer vielleicht Casanova (und deswegen ist er so berühmt) hat je eine Frau verführt. Seit Anbeginn der Welt verführen Frauen und Männer steigen in den Tanz ein und werben. Es ist wie beim Tango. Frau trägt das verführerische rote Kleid und nähert sich, macht einen Schritt nach vor und zwei Schritte zurück und der Mann folgt, bestimmt nur insofern die Geschwindigkeit, als dass er sie nicht in ihrer Verführung plötzlich allein bei zwei Schritten zurück dort stehen lässt. Er bewegt sich im Takt, aber er bleibt nicht stehen und guckt blöd. Und wartet darauf, dass Urmel doch recht hat, dass frau den Guckenden schon an sich binden will, solang der nur männlich guckt und männlich zurückweicht.
Und was passiert, wenn frau mit ihren verunsicherten Verführungsstrategien im Regen stehen gelassen wird? Sie wendet sich einem anderen zu, der das rote Kleid als rotes Kleid erkennt und den Rhythmus besser beherrscht - und der ihr damit Sicherheit und Leichtigkeit gibt. War klar wie Kloßbrühe, dass das kein Warmhalten war, sondern ein zögerlicher Balztanz. Dass sie Gefühle hatte und unsicher war - und dass sie der TE mit seinen Ratgeber-Aktionen noch mehr verunsichert hatte. Wenn der TE einfach mitgetanzt hätte, und - um in dem Bild zu bleiben - sie auch mal über längere Zeit an die Hand genommen hätte - hätte sie wieder 2 Schritte auf ihn zugehen können. So hat er ihre Hand genommen, wieder losgelassen - und bei jedem ihrer Schritte zurück ist er auch zurückgewichen und hat mal geguckt. So funktioniert das aber leider nicht.
Du hättest mal lieber auf den Rythmus in deinem Herzen gehört als auf deine Ängste und irgendwelche PUA-Fibeln. Hassen solltest du sie nicht, nur weil du ihr beim Tanzen ein paar mal auf die Zehen gestiegen bist und sie dann des Tanzes leid war. Eins sage ich dir: Das letzte Wort ist bei euch noch nicht gesprochen und der letzte Tanzschritt nicht getanzt. Die Frage ist nur, was du daraus machen willst. Und zwar ohne Angst - da hat Urmel recht. Sondern einfach, weils dir um den Menschen geht. Wenn du ihr gezeigt hättest, dass es dir so oder so um sie geht und du gerne mit ihr als Partnerin tanzt, dann wärst du jetzt nicht in der Lage. Denk mal darüber nach!