6rama9
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Zitat von Lupoino:
Da kann ich auch noch meinen Senf dazugeben. Wir haben nur diese eine Tochter. Und ich bin Elektrotechniker. Ich habe die ganze Kindheit und Jugend versucht, diese "männliche" Seite meiner Tochter zu unterstützen und habe auch geglaubt, daß das ganze Rollenverhalten weitgehend anerzogen ist. Aber inzwischen glaube ich das so nicht mehr. Aus meiner Tochter ist keine Naturwissenschaftsinteressierte geworden - sie ist so ein Mädchen geworden, das allen klassischen Rollenansätzen gerecht wird. Nicht Pmax, Vmax, Atomaufbau ist wichtig, das ist lästig. Wichtig sind Haare, Nagellack und dancing. Gut - ist so, an der Unterstützung für das andere hats nicht gelegen. Und ähnliches konnte ich in unserer Nachbarschaft beobachten. Vielleicht ist der biologische Anteil an dem Rollenverhalten doch größer als man wahrhaben möchte.
Da sieht man wie schwierig und vielschichtig Erziehung ist. Zum einen prägt das soziale Umfeld manchmal deutlich stärker als das Elternhaus, zum anderen hast du (dein Wort) versucht, die männliche Seite zu unterstützen, aber nicht jeder Versuch ist erfolgreich... vor allem dann nicht, wenn er gegen ein gelebtes Rollenbild praktiziert wird. Bei Euch ist es so, dass sich Papa mit Naturwissenschaften beschäftigt... interessant wäre zu erfahren, ob sich das wiebliche Vorbild der Tochter namens Mutter auch mit Naturwissenschaften befasst und diese Begeisterung versucht hat zu vermitteln - oder eben nicht.
Zitat von woodstock:ich möchte einfach nicht, dass sie schwere arbeiten macht
Interessant wäre zu verstehen, warum du das nicht möchtest. Ich beispielsweise möchte, dass meine Frau das macht, was ihr am meisten Freude bereitet.. egal ob es schwere oder leichte Arbeiten sind. Ein Kriterium, warum meine Frau keine körperlich anstrengenden Arbeiten machen sollte, selbst wenn diese ihr Freude bereiten, verstehe ich absolut nicht. Das ist für mich Bevormundung.
Find ich auch, einfach super