Zitat von Minusdioptrie: Ich persönlich distanziere mich von diesem Menschentypus männlich, wie weiblich.
Ich kann so was auch nicht ertragen und entziehe mich dann und bringe mich in "Sicherheit". Ein Ehepartner, der mich schubst und dann kalt darüber hinweg geht ist eins zu hoch.
Dann ihre dummen Scheidungsandrohungen, die sie ja doch nicht umsetzt. Wenn sie ihren passiven Ehemann damit aus der Reserve locken will, ist das nur noch kindisch.
Der TE wirkt auf mich, als ob er der Ehefrau nicht viel entgegen setzen kann und eher nach dem Motto handelt "wie Du willst, nur Friede". Er zieht den Schwnz ein und gibt klein bei. Und sie behandelt ihn nicht gut, weil sie innerlich vermutlich wütend ist. Dann verfällt sie auf alberne Androhungen um ihn zu treffen. Dabei ist der Ehemann jetzt auf Wolke 7 unterwegs.
Zwei Menschen die nicht in der Lage sind miteinander zu kommunizieren. Jeder klebt in seinen schädlichen Verhaltensmustern fest und die Rettung für ihn ist dann die frisch geschiedene Kollegin, von der er sich mehr erhofft. Sie ist dann der Anlass und der Rettungsanker dass er geht, wenn er es denn überhaupt schafft.
Es gibt Ehen, die 50 Jahre Dauerkrieg sind. Meine Schwiegereltern waren das beste Beispiel dafür. Kein Wunder, dass die Kinder alle einen Schaden davon getragen haben. Nur vernünftig und auf Augenhöhe wurde nie kommuniziert. Als der Ehemann, an dem sie kein gutes Haar ließ, dann im Pflegefall war und starb, wurde er glorifiziert. Schwer zu begreifen und unlogisch, aber sie konnten es einfach nicht besser, hielten aber dennoch daran fest. Also hatten auch die Streitereien eine Funktion, die die beiden miteinander verband.
Ähnlich sehe ich die Beziehung des TE, mit dem Unterschied, dass sie dominant auftritt und aggressiv ist (denn auch Scheidungsandrohungen sind ein Akt der Aggression), während er sich entzieht und damit passiv aggressiv vorgeht.
Auch seine Gedanken, der Kollegin seine TrennungsABSICHTEN, also hohle Worte, mitzuteilen, spricht dafür, dass er sich sein Sicherheitsnetz halten will. Und je nach Verhalten der Kollegin richtet er es sich dann ein. Zieht sie, aktiviert er vielleicht mal seinen Mut, denn die Ehefrau agiert ja eher als Furie, zieht sie nicht, begibt er sich wieder brav in sein Schicksal. Für Tatkraft und Entschiedenheit spricht das nicht, eher fürs Durchlavieren.