Neutron
Mitglied
- Beiträge:
- 8
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 10
- Mitglied seit:
ich möchte mir hier mal mein Herz ausschütten und benötige von euch einen Rat wie ich mich verhalten soll.
Ich, 37, bin mit meiner Frau (9 Jahre älter) seit knapp mehr als 19 Jahren zusammen und seit fast 17 Jahren verheiratet. Unser Sohn ist 14 Jahre alt.
Nun bin ich an einem Punkt, der mich regelrecht verzweifeln lässt.
Es ist fast unmöglich, alles detailliert zu beschreiben, aber ich gebe mein Bestes.
Meine Situation sieht wie folgt aus:
Während unserer Ehe lief nicht alles rund und mir wurde regelmäßig mit der Scheidung gedroht. Wenn ich sie auf Dinge anspreche, die mich unglücklich machen, schwenkt sie das Gespräch immer auf Situationen wo sie im Recht ist.
Explizit gab es aber 2 Situationen, die meine Liebe zu ihr haben erkalten lassen. Vor allem der zweite ist entscheidend.
1. Kurz nach unserer Hochzeit ging sie mir fremd
2. Es gab kurz vor Corona einen heftigen Streit, woraufhin sie meine Kleider aus dem Schrank warf. Wie ich sie fragte was das soll, verpasste sie mir einen Schubser und ich fiel mit meinem Rücken auf meinen Nachttisch. Meine Beine spürte ich einen Moment nicht und hatte Schmerzen. Ich sagte es ihr, aber so einen kalten Blick als Antwort hatte ich noch nie bei ihr gesehen. Sie verschwand dann für den Rest des Tages. Danach ignorierte sie mich und meinen Sohn für ca. 2 Wochen.
Mein Sohn, damals noch nicht ganz 10, bekam das alles von Anfang an mit und war aufgelöst. Ich versprach ihm dann, dass wir die „Mama“ zurückholen. Ich besorgte mit ihm ein Buch und Blumen als Geschenk, da er es so wollte. Ich schwor mir, dass ich mich nicht so einfach aus dem Staub machen werde, da mein Sohn dafür noch zu jung ist. Ich fasste den Beschluss, dies zu tun, sobald er alt genug ist.
Dann kam Corona du es lief eigentlich gut in der Beziehung. Es war soweit gut, aber in letzter Zeit kamen immer wieder die subtilen Vorwürfe und eine Scheidungsandrohung.
Nun habe ich auf der Arbeit eine wahnsinnig tolle Frau kennengelernt. Wir verstehen uns sehr gut, lachen oft miteinander, sie fragt mich bei allem um Rat, wir verbringen sehr viele Pausen miteinander. Letzte Woche schüttete sie mir ihr sogar ihr Herz aus, wegen Problemen mit anderen Arbeitskollegen. Wenn sie mich ansieht, erkenne ich eine sehr starke Anziehung. Zudem fühle ich mich sehr wohl, wenn ich in ihrer Nähe bin. Ihre Persönlichkeit und Weltanschauung fasziniert mich, vor allem letztere überdeckt sich mit meiner immens. Im Gegensatz zu meiner sehr temperamentvollen Frau ist sie sehr ruhig und nett zu mir. Meine Arbeitskollegin ist frisch geschieden und weiß dass ich verheiratet bin.
Ein Beispiel dazu möchte ich erwähnen:
Ich erinnere mich daran, dass ich kurz vor meiner Hochzeit aus Macht der Gewohnheit nicht zum örtlichen Rathaus, sondern zum Landratsamt für ein Dokument fuhr. Ich wurde zusammengestaucht. Wie ich nun mit meiner Arbeitskollegin zum Essen in der Pause fuhr und falsch abbog, blieb sie ganz lieb und wir überlegten gemeinsam wie wir ans Ziel kommen.
Seit ca. einem dreiviertel Jahr gehe ich nun mit Schmetterlingen im Bauch durchs Leben. Ich bin bis über beide Ohren hinaus verliebt du mein Leben ist viel wertvoller geworden. Da mein Sohn nun viel weiter ist habe ich mich im Dezember letzten Jahren dazu entschlossen, mich von meiner Frau zu trennen. Leider schiebe ich das nun vor mir her, da ich nie den richtigen Moment finde. Meine Frau spürt dies, da ich sehr verschlossen geworden bin.
Meine Frage ist nun, wie ich am besten vorgehe.
Zuerst: Meine Arbeitskollegin ist, wie oben erwähnt, frisch geschieden und weiß dass ich verheiratet bin. Genauso, dass nicht alles rund läuft und ich in meiner Ehe Probleme habe. Wir gingen letztes Jahr zusammen Eis essen, seitdem kam kein weiteres Treffen nach der Arbeit zustande, da sie mir ehrlich sagte, dass sie aktuell wenig Zeit aufgrund der Scheidung hat. Seitdem die Scheidung nun durch ist, machte sie eine Andeutung „Man lernt ja neue Leute im Leben kennen“. Ich sehe das als den berüchtigten Wink mit dem Zaunpfahl.
Mein Dilemma ist folgendes: Wenn ich mich getrennt habe, wie sage ich es meiner Arbeitskollegin, ohne sie zu sehr unter Druck zu setzen und somit auch zu verschrecken.
Mir ist bewusst, dass man nicht fremdgehen und gerade mit Kind die Ehe aufrechterhalten soll. Leider bin ich aber in meiner Beziehung wie oben beschrieben sehr unglücklich und habe das Gefühl, dass mein Leben wieder einen Sinn hat seit ich meine Arbeitskollegin kennengelernt habe.
Für eure Ratschläge möchte ich mich vorab bedanken.