Zitat von Bine:Hallo zusammen, Ich lebe seid 13 Jahren nun mit meinem Mann zusammen, seid 8 Jahren verheiratet, 2 Kinder. Seid der Geburt unseres 2. Kindes (2013) hat sich unser Beziehungs und S. radikal geändert. ja ich weiss, dass ist bei vielen so. Seid ca 2 Jahren bin ich immer mal wieder an dem Punkt diese Beziehung zu beenden. Man wirft sich immer wieder unnette Dinge an den Kopf, geht nicht repektvoll miteinander um. Zudem ist er zu Hause (ich geh arbeiten), ich bin aber schon lange an dem Punkt diese Vereinbarung nicht mehr aufrecht halten zu wollen. Doch Jobtechnisch tut er nichts bis gar nichts. ...
Hallo Bine!
Innerlich schmunzel ich ein wenig, wird/wurde mir doch vorgehalten, als ich meinte, jeder Mensch kann eine Affäre beginnen und manche Affären haben einen Sinn und manchmal auch ihre Berechtigung, so finden sich hier gleich zig Gründe dafür.
Du als Frau gibst mir als Mann genau die Gründe, warum ich weder eine feste Beziehung/Partnerschaft nach meiner gescheiterten Ehe jemals danach anstrebte noch jetzt je wieder haben möchte.
Einer der Gründe, wie auch hier elementar vertreten: Kinder.
Ich wollte nie Kinder und habe es Gott sei Dank geschafft, da auch um den Kelch herumzukommen. Ich mag Kinder, genauso wie Tiere, die Natur, Frauen, einfach alles, was mich und die Welt umgibt. Aber nicht alles oder eher das wenigste davon möchte ich dauerhaft um mich wissen.
Es ist Fakt, dass sobald mindestens ein Kind geboren wird, eine bestehende Beziehung mindestens erste Dellen bekommt und mit steigender Kinderzahl steigt das exponentiell. Die Rolle der Partner, ganz besonders des Mannes, wird immer weiter nach hinten geschoben, bis er irgendwann in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Natürlich gibt es auch Beziehungen, wo es das umgekehrt gibt.
Die Folge:
Permanenter Streit, oft wegen Nicklichkeiten, null Harmonie, irgendwann entsteht Eifersucht auf die Kinder, manchmal Hass und der Lauf der Dinge geht dann eben dahin, wo Du jetzt bist: Affärenfrau.
Eine jede Affäre kann funktionieren, wenn man die eisernen Regeln befolgt. Eine davon lautet, sich niemals auf Gefühlsduseleien einzulassen. Also sämtliche körperliche Genüsse und Gelüs.. einschalten, Psychologie und Pseudoverantwortung ausschalten. Auch Gespräche und tiefgründiges Miteinander haben in Affären nichts verloren. Du bist da, auch wieder typisch, anfällig geworden, warum kapieren die Menschen nicht, dass Affären null mit Emotionen und Gefühlsdueselei zu tun haben?
Affären sind eine rein körperlich veranlagte Umsetzung von nicht erfüllten 6ualleben, besonders weil mindestens ein Mensch in einer regulären Beziehung ein Versager ist, so hart das klingt. Aber letztlich, bildlich gesprochen, und wie von Dir hier ja genauso bestätigt, so wie ich es in fast erfolgreichen 20 Affärenjahren mit gebundenen Frauen immer und immer wieder erlebt habe, ist der einzige Faktor, den eine Affäre so reizvoll macht, die 6uelle Komponente, die will und muss befriedigt werden.
Warum da manche Gefühle aufbauen und dann rumheulen, kann ich nicht nachvollziehen und nicht akzeptieren.
Du willst mehr Zeit mit Deinem AM? Dann trenne und scheide Dich, lass die Kinder beim Nochmann und lebe ausschließlich nach körperlichen Gelüsten und der Erfüllung sämtlicher Deiner 6uellen Wünsche und Triebe. Dass dieses nicht nur Männer so ausleben wollen, bestätigen mir meine fast 20 Jahre Erfahrungen mit allen möglichen Frauen, da sind sie sich im Grunde alle gleich, auch wenn das wohl sofort hier jede/r beanstanden und kritisieren wird. Es ist ein offenes Geheimnis, dass kaum eine Partnerschaft dauerhaft hält und mit jedem "Problem" wird diese nicht vertieft, wie viele denken, wenn man sie überstanden hat. Das Gegenteil passiert, denn schau mal, wie oft hier von Affärenbeichtern berichtet wird, man hätte dieses und jenes überstanden, man hätte harte Jahre und Zeiten erlebt und überstanden - jeder Affärengegner und jeder Befürworter von Langzeit- und dauerhaften Partnerschaften würde jetzt frei von sich sagen:
Das festigt doch eine Partnerschaft, macht sie stabiler, sicherer, solider.
Großer Irrtum, meistens eben genau nicht!
Denn meistens sind es genau diese fehlinterpretierten Partnerschaften, wo genau das passiert, was niemand hat kommen sehen und Zack - ist man in einer Affäre. Da braucht es meistens nur Gelegenheit, das Schicksal und der Zufall scheinen das zu begünstigen (wird von vielen in Affären lebenden Menschen ja so begründet), aber im Grunde ist es eine logische, sich sicher ergebende Entwicklung, weil jede Delle, jedes Problem, jedes Kind, jede/r/s Punkt Punkt Punkt die Protagonisten, Mann und Frau, weiter voneinander entfernen statt zusammen zu festigen. In meinen Augen wie auch vieler anderer Menschen ein totaler Trugschluss, dass Beziehungen und Partnerschaften, je länger sie dauern, auch länger überleben. Das geschieht weit weniger als gemeint, gedacht und gehofft.
Also, liebe TE: Du möchtest weiterhin den AM vög...n, dann nur zu. Schau halt, ob und wie sich das mit Deinem regulären Familienleben gestaltet. Ein Rückzug dort wäre natürlich ein sehr fairer und logischer Schritt, aber genauso weiß ich wie Du und viele andere auch: Warum den sicheren Rückhalt aufgeben? Das will natürlich auch kaum ein Affärenmensch. Und so dreht sich die Spirale ein ums andere mal. Da bleibt nur: Weitermachen wie bisher oder eine totale Neuaufstellung.
Ich habe mich inzwischen aus persönlichen Gründen von Affären distanziert, sehe sie aber nach wie vor in vielen Partnerschaften als erforderlich und unumgängliches Lehrgeld an, weil es eben zeigt, dass keine noch so gute Partnerschaft ein Garant für dauerhafte Liebe ist. Erst wenn man das akzeptiert und verstanden hat und umsetzen kann, mit eben auch unlauteren Mitteln wie eine Affäre, erst dann hat man ein letztlich erfülltes und voll Liebe und sonstwas gespicktes Leben. Auch, wenn das der Gros der Foristen sicherlich anders sieht und/oder hören will.
Also, @Bine , what will you do?