Zitat von Question:Ich werde mich da noch raushalten.
Geht es ihr aber noch schlechter, überlege ich Kontakt aufzunehmen
und ihn zu bitten, ihr deutlich aber schonend zu sagen, wo er sich
in der Geschichte sieht.
Toll. Dann hat er neben der einen wahnhaften Frau noch eine andere wildfremde Frau am Hals, die ihn um irgendetwas bittet, obwohl er überhaupt gar nichts machen muss.
@question, dreh die Sache doch mal um und schaue dir dann die ganze Geschichte nochmal an.
Irgendein Typ, den deine Freundin mal flüchtig über irgendeinen Kegelverein kennengelernt hat, steigert sich wahnhaft in irgendwelche Meta-Ebenen-Kommunikation rein und schreibt außerdem einen Liebesbrief an deine Freundin.
Von deiner Freundin kommt in seine Richtung aus überhaupt nichts, da war nie was und er ist einfach nicht ihr Typ.
Sie erfährt nun aber, dass der Typ in einer fiktiven Beziehung mit ihr lebt.
Deine Freundin kennt dazu irgendwie noch seine Ex-Frau und berichtet dieser davon, weil sie sich Sorgen macht, wie der Typ wohl drauf ist, da er sich immer weiter in den Wahn reinsteigert.
Wohlgemerkt: Da war nie etwas und da wird auch nichts sein.
So.
Würdest du deiner Freundin nun raten, mal "schonend" mit diesem wahnhaften Mann zu reden, weil das ja besonders höflich wäre? Weil das anständig wäre?
Nein oder?
Dann drehen wir die Situation mal wieder um - warum sollte nun der Typ mit deiner Freundin "schonend" reden wollen?
Warum sollte er überhaupt etwas machen?
Es ist doch zwischen beiden nie was gewesen und selbst wenn, gibt es kein Recht deiner Freundin auf "schonende" und klärende Gespräche, nur damit sie nicht mehr ihre Filme schiebt.
Okay?
Und du, liebe Question, solltest dich mal weniger auf diesen Mann fokussieren, denn in deiner Vorstellung baust du den gerade irgendwie zum Schuldigen an der Situation deiner Freundin auf. Und weil du deiner Freundin irgendwie nicht so richtig helfen kannst, versuchst du jetzt irgendwie diesen Mann da mit reinzuziehen.
Menschlich verständlich - aber nicht hilfreich.
Also zusammengefasst:
1. Nein, du nimmst keinen Kontakt zu dem Mann auf.
2. Deine Freundin braucht professionelle Hilfe (und nein, nicht wegen dem Mann, sondern wegen einigen Sachen die allein in ihr und ihrer Vergangenheit begründet liegen)
3. Männer müssen gar nichts. Wenn sie lieber Abstand von flüchtig bekannten Frauen halten wollen, dann ist das zu respektieren (was das konkret bedeutet? Dreh den Sachverhalt einfach je nach Situation um und du wirst es erkennen)
4. Sei für deine Freundin da und versuche mit ihr den Weg zu gehen. Achte aber immer auch auf die Abgrenzung. Wenn du jetzt schon fast bereit wärst, wildfremde Männer zu bedrängen, damit diese mit irgendwelchen, flüchtig bekannten und instabilen Frauen Gespräche über irgendwelche Phantasiegebilde führen, hast du die gesunde Grenze der Selbstinvolvierung schon überschritten.
Alles Gute.