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Warum gehen Menschen fremd?

Mira_

Mira_

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Zitat von Gast_Emma:
Als ich also meine narzisstische Kränkung erstmal überwunden hatte, wurde mir klar, dass mein Mann genau das richtige getan hatte.


Respekt! Wobei *das Richtige* für mich persönlich, eher etwas mit sprechen als mit Betrug zu tun hat. Aber deine reflektierte Sichtweise, finde ich stark. Hat das deinen Blickwinkel für deine anderen Beziehungen verändert?

Zitat von Gast_Emma:
Genau das ist mir ja passiert, als mein Mann sich neu verliebte. Und natürlich war ich zunächst gekränkt. Dann aber wurde mir klar, dass ich vielleicht für ihn säxuell nicht mehr attraktiv und anziehend wirkte, für andere Männer aber schon. Und ich entdeckte, dass auch ich meinen Mann zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon lange nicht mehr ero. anziehend fand. Eine andere Frau aber durchaus. Das heißt doch, das seine Affäre eigentlich keine Abwertung für mich war, sondern eigentlich nur ein Zeichen dafür, dass unsere Liebe nicht mehr ausreichte. Sie hatte sich verändert.

:daumen:
Ein paar Fragen hätte ich dann doch noch:
Wäre es anders gewesen, wenn du nicht so empfunden hättest? Würdest Du es dann auch als narzisstische Kränkung sehen?

08.01.2019 07:42 • #181


Tabea2018

Zitat:
Ohne jegliche unerfüllten Bedürfnisse dürfte es sehr schwer sein, sich zu verlieben.

Warum? Würde das nicht bedeuten, wenn ich meine Bedürfnisse selbst abdecken kann, dass ich mich nie verlieben werde? Wenn man sich aufgrund unerfüllter Bedürfnisse verliebt entsteht doch die Erwartungshaltung, dass der andere sie ausfüllt. Daran scheitern meiner Meinung nach viele Beziehungen.
Wenn ich mich verliebe (kommt nicht so oft vor), dann, weil mich bestimmte Wesenszüge des anderen tief berühren. Der Verstand kann Gefühle vielleicht beschreiben, aber nicht unbedingt voll erfassen.

[quote][/Du wirst aber kaum einen Menschen finden, der so vollumfänglich kompatibel mit Dir ist, und der sich so sehr im Gleichschritt mit Dir weiterentwickelt, dass er auf Dauer alle Deine Eigenschaften stets als bereichernd und positiv empfindet. Vielleicht habe ich mich aber auch nur unglücklich ausgedrückt. Ich hätte wohl besser schreiben sollen, dass der gemeinsame Alltag im Laufe der Jahre sämtliche Inkompatibilitäten gnadenlos aufgedeckt, so dass kein Raum mehr für Idealisierung bleibt.quote]
Vollumfänglich kompatibel finde ich auch nicht so reizvoll. Unterschiede finde ich durchaus interessant, da es einem die Möglichkeit gibt, sich weiterzuentwickeln, vorausgesetzt man ist offen dafür. Menschen sind Individuen, alles bereichernd und positiv zu empfinden, halte ich daher auch für unrealistisch. Ausschließlich positive Rückmeldungen muss ich auch nicht haben, das würde mich eher irritieren, wir haben doch alle unsere Stärken und Schwächen. Inwieweit man das für sich annehmen kann, liegt dann bei einem selbst. Auch möchte ich meinen Partner nicht idealisieren, sondern so wahrnehmen und annehmen, wie er ist.

[quote][/Es ging aber um langjährige Beziehungen, und da darf man schon ein Mindestmaß an Kompatibilität voraussetzen.quote]
Ich war in einer langjährigen Beziehung..... Das, was man anfangs als reizvoll empfindet, findet man evtl. nach vielen Jahren nicht mehr so schick. Bei meinem Exmann und mir hat es sehr viele Jahre gepasst, nur heute nicht mehr. D.h. nicht, dass es keine Anziehungspunkte mehr gibt, halt nur nicht so umfänglich, dass es für eine Beziehung ausreicht.

08.01.2019 08:04 • x 1 #182


SweetSeduction

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@tabea2018
Zitat:
Warum? Würde das nicht bedeuten, wenn ich meine Bedürfnisse selbst abdecken kann, dass ich mich nie verlieben werde? Wenn man sich aufgrund unerfüllter Bedürfnisse verliebt entsteht doch die Erwartungshaltung, dass der andere sie ausfüllt. Daran scheitern meiner Meinung nach viele Beziehungen.


Gebe dir recht!
Sehe das genauso.

Die beste Voraussetzung einer glücklichen Beziehung ist, wenn man mit sich alleine vollkommen happy ist. Und man dann auf einen Menschen trifft, bei dem das ebenso ist.

Ich suche einen Partner, keinen Diener, Koch und Hofnarr.

08.01.2019 08:22 • x 1 #183


Reflektor

Zitat von Tabea2018:
Warum? Würde das nicht bedeuten, wenn ich meine Bedürfnisse selbst abdecken kann, dass ich mich nie verlieben werde?

Wenn Du wirklich alle Deine Bedürfnisse vollständig selbst abdecken könntest, dann fiele es Dir tatsächlich sehr schwer, Dich zu verlieben.

Zitat von Tabea2018:
Wenn man sich aufgrund unerfüllter Bedürfnisse verliebt entsteht doch die Erwartungshaltung, dass der andere sie ausfüllt. Daran scheitern meiner Meinung nach viele Beziehungen.

Warum sollte man denn überhaupt irgendwelche zwischenmenschlichen Beziehungen pflegen, wenn man gar kein Bedürfnis danach hat?

Zitat von Tabea2018:
Vollumfänglich kompatibel finde ich auch nicht so reizvoll. Unterschiede finde ich durchaus interessant, da es einem die Möglichkeit gibt, sich weiterzuentwickeln, vorausgesetzt man ist offen dafür.

Kompatibilität heißt nicht, dass es keinerlei Unterschiede gibt. Unterschiede können sich doch auch ergänzen.

Zitat von Tabea2018:
Das, was man anfangs als reizvoll empfindet, findet man evtl. nach vielen Jahren nicht mehr so schick. Bei meinem Exmann und mir hat es sehr viele Jahre gepasst, nur heute nicht mehr.

Das kann Dir aber immer wieder passieren. Genau darum ging es doch. Wenn Du mit jemandem "alt werden" möchtest, und genau diesen Wunsch haben ja viele Menschen, dann wirst Du Dich damit arrangieren müssen, dass Dir Eigenschaften, die Du ursprünglich reizvoll fandest, später "nicht mehr so schick" erscheinen.

08.01.2019 08:49 • #184


Tabea2018

Zitat:
Wenn Du wirklich alle Deine Bedürfnisse vollständig selbst abdecken könntest, dann fiele es Dir tatsächlich sehr schwer, Dich zu verlieben.

Nein, absolut nicht. Passiert.....Der Mensch muss mich schon in einer besonderen Form ansprechen. Das kommt halt nicht oft vor, hat aber nichts mit unerfüllten Bedürfnissen zu tun.

08.01.2019 09:00 • #185


Gast_Emma

Ok, noch ein paar Erklärungen zu meinem Standpunkt. Vielleicht ist er tatsächlich nicht sehr verschieden von dem der meisten anderen User hier. Was mich nur nervt, in vielen Threads hier, ist dieses extreme Schwarz/Weiß-Denken. Der Seitenspringer ist hier immer der böse und der betrogene Partner ist immer das arme, traumatisierte Opfer. Da gibt es z.B. einen Herrn, der sich nach einer Biermarke benannt hat, der behauptet er sei durch den Seitensprung seiner Frau auch nach über 20 Jahren immer noch so schwer traumatisiert, dass er Flashbacks und ähnliches habe. Ihm möchte ich dringend raten, nun endlich einen Therapeuten aufzusuchen, denn hier scheinen sehr viel tiefer liegende Probleme zu bestehen.

Und dann nervt es mich, dass jeder Affärenführer, der sich in seinem Leid an dieses Forum wendet hier gnadenlos niedergemacht und abgekanzelt wird. Meine Güte, wo sind wir hier? Im Mittelalter?

Ich habe nach unserem Eheende viele Gespräche mit meinem Mann geführt. Und ich muss sagen, ich war froh, nicht in seiner Haut gesteckt zu haben. So schön seine neue Liebe auch für ihn war, er hat doch Höllenqualen durchlitten, weil er mich dafür eine Zeit lang belügen und hintergehen musste. Ich weiß auch nicht, wie er das anders hätte lösen können, denn er war von seinen Gefühlen für diese junge Frau doch selbst sehr überrascht und überfordert. Er musste also für sich selbst erst einmal heraus finden, ob sie dauerhaft sind, oder nur ein Strohfeuer. Hätte er damit sofort zu mir kommen können? Hätten wir unsere Ehe durch Arbeit oder Therapie retten können? Ich denke nein.

Natürlich hätte er seine Verliebtheit verleugnen können. Dann hätten wir weiterhin unsere Ehe geführt, in der wir beide zu diesem Zeitpunkt nicht mehr glücklich waren. Wir hätten nebeneinander her gelebt, hätten uns abends gemeinsam aufs Sofa gesetzt und die Tagesschau geschaut. Ich hätte gestrickt und er hätte seine Pfeife gestopft und wir wären nebeneinander alt geworden. Wäre das besser gewesen? Ich glaube nicht.

Ja, die Zeit nach unserem Eheaus war schwer. Ich zog unsere 3 Kinder alleine groß und konnte nicht arbeiten gehen. Ich hatte vor unserer Ehe studiert und hatte in Absprache mit meinem Mann meinen Beruf für die Kinder aufgegeben. Mitte der 90er Jahre mit fast 40 Jahren hätte ich es sehr schwer gehabt, dort wieder Fuß zu fassen. Mit 3 Kindern im Schlepptau war das ein aussichtsloses Unterfangen. Mein Mann suchte sich also eine kleine Wohnung und unterstützte uns finanziell und auch handfest, wo er nur konnte. Er verdiente zwar damals schon sehr gut, für ihn und seine Freundin blieb aber nicht viel Geld und Zeit übrig. Dass sie dennoch bei ihm blieb und seine Einschränkung durch uns akzeptierte, das rechne ich ihr hoch an. Erst seit ca. 10 Jahren sind unsere Kinder groß und selbstständig. Ich habe nun ebenfalls unser Haus verlassen und mir eine kleine, hübsche Etagenwohnung im Stadtzentrum genommen. Ich arbeite nun auch wieder stundenweise und auf Honorarbasis, bin aber nach wie vor auf die finanzielle Unterstützung meines Mannes angewiesen, da meine Rente alleine nicht ausreichen würde.

Immernoch kommt er dieser Verpflichtung ohne Murren nach. Das ist es, was ich mit moralischer Verantwortung meine. Dieser Verantwortung hat mein Mann sich immer gestellt. Nichts und niemand aber konnte ihn dazu zwingen, weiterhin mit mir das Bett und sein Leben zu teilen. In dieser Hinsicht war er immer ein viel zu freiheitsliebender Mensch. Genau wie ich! Wir haben inzwischen ein sehr gutes, freundschaftliches Verhältnis. Als seine Freundin ihn vor einigen Jahren verließ, war ich seine erste Anlaufstelle. Wir beide haben ein sehr gutes Verhältnis zu unseren Kindern und wir sind immernoch eine Familie, wenn wir auch inzwischen im ganzen Land verstreut leben.

Hätte ich, so wie viele Betrogene hier, die Moralkeule geschwungen und mich im Selbstmitleid gebadet, wäre das alles sicher so nicht möglich gewesen. Und ich hätte alle die wunderbaren Männer nie kennen gelernt, die ich nach unserem Eheaus noch kennen und lieben lernen durfte. Unser Leben wäre sehr viel ärmer, weniger bunt und trostloser verlaufen. Deshalb plädiere ich an alle vermeindlichen Betrugsopfer in diesem Forum, einmal bitte über den Tellerrand zu schauen. Und ich wiederhole nochmal, das was euch in jüngster oder weiter zurück liegender Vergangenheit passierte war sicher nicht schön und auch nicht leicht. Aber es war das Leben selbst, was euch da begegnete und das Leben ist nun einmal Veränderung. Habt Mut, euch dieser Veränderung zu stellen, habt Nachsicht mit euren Expartnern und habt Zuversicht, dass alles sich doch noch zum Guten wenden kann. Ihr müsst es nur zulassen. Schaut zuversichtlich nach vorne und nachsichtig zurück! Eure Wunden werden heilen! Ihm solltet nur endlich aufhören, ständig daran herum zu kratzen!

Alles Liebe für Euch
Emma

08.01.2019 09:10 • x 2 #186


Tabea2018

Zitat:
Warum sollte man denn überhaupt irgendwelche zwischenmenschlichen Beziehungen pflegen, wenn man gar kein Bedürfnis danach hat?

Vielleicht reden wir einander vorbei. Zwischenmenschliche Beziehungen sind mir sehr wichtig! Es gibt kaum etwas Schöneres, als zu lieben. Allerdings nicht um gefühlte eigene 'Defizite' auszugleichen. Halt einfach nur lieben..

08.01.2019 09:13 • #187


Tabea2018

Zitat:
Wenn Du mit jemandem "alt werden" möchtest, und genau diesen Wunsch haben ja viele Menschen, dann wirst Du Dich damit arrangieren müssen, dass Dir Eigenschaften, die Du ursprünglich reizvoll fandest, später "nicht mehr so schick" erscheinen.

Nein, muss ich nicht. Wenn ich mich für jemanden entscheide, ist das Bedürfnis mit ihm 'alt zu werden', natürlich da. Aber wir entwickeln uns, die Beziehung entwickelt sich. Ich bin bestimmt niemand, der eine Beziehung leichtfertig aufgibt. Aber ich will auch nicht mit einem Mann leben, der nur deshalb und aus einer selbst auferlegten Verantwortung heraus, bei mir ist (emotional aber bei einer anderen Person).
Mein vorrangiger Wunsch ist nicht das 'gemeinsame Altwerden', sondern in Liebe verbunden zu sein.
Arrangieren finde ich übrigens gar nicht gut, das hört sich so ungesund an.

08.01.2019 09:24 • x 1 #188


Reflektor

Zitat von Tabea2018:
Vielleicht reden wir einander vorbei. Zwischenmenschliche Beziehungen sind mir sehr wichtig! Es gibt kaum etwas Schöneres, als zu lieben. Allerdings nicht um gefühlte eigene 'Defizite' auszugleichen.

Bedürfnisse sind doch nicht dasselbe wie Defizite.

08.01.2019 09:38 • #189


SweetSeduction

1479
912
Zitat von Tabea2018:
Vielleicht reden wir einander vorbei. Zwischenmenschliche Beziehungen sind mir sehr wichtig! Es gibt kaum etwas Schöneres, als zu lieben. Allerdings nicht um gefühlte eigene 'Defizite' auszugleichen. Halt einfach nur lieben..


Genauso geht's mir auch.
Du wirst ein ähnliches Problem haben wie ich:
Es gibt nichts Schöneres als lieben, aber erzwingen kann man das nicht und es kommt somit SEHR selten vor!

Ich frage mich, wie Menschen sooo oft in jemand verliebt sein können und ständig eine Beziehung haben?
Ist mir ein Rätsel.

08.01.2019 10:20 • #190


megan

megan

1992
2
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Zitat von Reflektor:
Warum sollte man denn überhaupt irgendwelche zwischenmenschlichen Beziehungen pflegen, wenn man gar kein Bedürfnis danach hat?


wer keine lust auf 6 hat sollte dann vll nicht grade eine klassische paarbeziehung wollen :lol:

Zitat von Reflektor:
Wenn Du mit jemandem "alt werden" möchtest, und genau diesen Wunsch haben ja viele Menschen


ist ja eine sache das zu wollen und sich jeden tag dem zu stellen, was es konkret bedeutet :lol:
es gibt halt leute, die ziehen durch, was sie angefangen haben und solche, die werfen das handtuch, wenn es unbequem ist

Zitat von Gast_Emma:
weil er mich dafür eine Zeit lang belügen und hintergehen musste


wieso musste? warst du so eine furie? :lol:

Zitat von Gast_Emma:
Ich weiß auch nicht, wie er das anders hätte lösen können, denn er war von seinen Gefühlen für diese junge Frau doch selbst sehr überrascht und überfordert.


indem er genau das gesagt hätte

Zitat von Gast_Emma:
Er musste also für sich selbst erst einmal heraus finden, ob sie dauerhaft sind, oder nur ein Strohfeuer.


was hätte es geändert, wenn seine liebe, wie du schreibst, ein strohfeuer gewesen wären?

denke kaum, dass es eure ehe zum positiven hin verändert hätte, wenn sich sein fühlen als kurzfristig erwiesen hätte

Zitat von Gast_Emma:
Hätte er damit sofort zu mir kommen können?


wieso nicht?

Zitat von Gast_Emma:
Hätten wir unsere Ehe durch Arbeit oder Therapie retten können?


das kann man/frau nur herausfinden, wenn man/frau es versucht

Zitat von Gast_Emma:
Wäre das besser gewesen?


es geht doch nicht nur um besser

Zitat von Gast_Emma:
Ich zog unsere 3 Kinder alleine groß und konnte nicht arbeiten gehen.


Zitat von Gast_Emma:
bin aber nach wie vor auf die finanzielle Unterstützung meines Mannes angewiesen, da meine Rente alleine nicht ausreichen würde.


gut das du das hier geschrieben hast
hier sind auch junge frauen, die sich kinder wünschen und dafür auf den richtigen mann warten
fakt ist, dass egal ob mit oder ohne richtigem mann es sehr wahrscheinlich bleibt, dass wegen kindern das leben anstrengender ist als ohne

sei es, dass beruf und familie unter einen hut gebracht werden muss
oder dass die monetäre altersvorsoge klein(-er) ausfällt

in anderen gesellschaften sind kinder altersvorsorge, bei uns sind sie für die mütter armutsrisiko
schon paradox

Zitat von Tabea2018:
Mein vorrangiger Wunsch ist nicht das 'gemeinsame Altwerden', sondern in Liebe verbunden zu sein.


wer gemeinsam alt werden möchte sollte sich meiner meinung nach auf jeden fall sich so verhalten, dass der andere sich mit einem wohl fühlt und einen partner wählen, der erwiesenermaßen generell entscheidungen gut überlegt und an einmal getroffenen entscheidungen festhält

08.01.2019 10:27 • #191


Wurstmopped

Wurstmopped

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Liebe @gast_emma
nun es lag ja in Deinem Interesse deinen Ehemann nicht an die "Wand" zu stellen, eine Konfrontation hätte Dir das Leben sehr schwer gemacht, in Erwägung alle Alternativen und deren Auswirkungen, hast Du deinen Weg gewählt, der Dir Stabilität, finanzielle Sicherheit und eine Planungssicherheit gab, gibt!
Unabhängig der Verletzungen, wie stark und tief auch immer sie waren, hast Du einen pragmatischen Weg gewählt!

08.01.2019 10:45 • #192


Tabea2018

Zitat:
Bedürfnisse sind doch nicht dasselbe wie Defizite.

Das habe ich auch damit gar nicht gemeint. Wenn man aber die Erfüllung nicht gelebter Bedürfnisse (die man durchaus selbst umsetzen könnte) auf einen Partner projiziert, dann wird es langfristig gesehen eher in einer Enttäuschung enden.
Welche Bedürfnisse meinst du eigentlich?

08.01.2019 11:50 • #193


Tabea2018

Zitat:
es gibt halt leute, die ziehen durch, was sie angefangen haben und solche, die werfen das handtuch, wenn es unbequem ist

'Durchziehen', egal, wie sich die Lebenssituation darstellt? Wem wird man denn darüber gerecht? Das Wort 'Durchziehen' im Hinblick auf eine Beziehung, finde ich schon fast grausam.
Das Handtuch werfen, weil 'unbequem'?
Ich denke, dass viele (ich schließe mich damit ein) sehr verantwortungsvoll mit ihrer Beziehung umgegangen sind. Es gehört viel dazu, ein gemeinsames, glückliches Leben zu führen. Aufgrund vieler Faktoren kann es aber sein, dass eine Beziehung sich für beide Partner nicht mehr gesund darstellt. Es ist bestimmt alles andere als bequem, in solch einer Situation mit dem Partner eine neue Lösung zu finden.

08.01.2019 12:02 • x 1 #194


Annalisa

Ich finde diese Reflektiertheit seitens Gast_Emma sehr beeindruckend. Für mich ist aber Fremdgehen nie das Richtige, egal welcher Grund dahinter steckt. Für mich ist ein Mensch, der den Partner bewusst so schwer seelisch verletzt, böse. Betrug ist egoistisch und feige. Man kann reden und eine Lösung finden oder sich trennen. Ich finde dass jeder die Verantwortung gegenüber dem Partner hat, ihn auch bei einer Trennung, die so oder so schon schwierig ist, nicht auch noch zusätzlich unnötig zu traumatisieren.

08.01.2019 12:07 • x 1 #195




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