Begonie
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Zitat von Claudia07:Vielleicht muss er sich wirklich erstmal daran gewöhnen, 5 Jahre Single ist nunmal eine sehr lange Zeit... Vielleicht war er auch mit meiner Aussage überfordert
Natürlich muss er sich nach 5 Jahren Singleleben erst daran gewöhnen. Die Frage ist aber auch, ob Du diese "Transformationsphase", so sie denn überhaupt stattfindet, aushalten und mit tragen willst.
Nach Deinen spärlichen Informationen aus zu schließen, ist seine Motivation sich auf eine partnerschaftliche Beziehung einzulassen und dann auch die damit verbundenen Einschränkungen hinzunehmen, nicht allzu groß. Er schwankt in seinem Verhalten.
Einerseits mag er Dich (nach der kurzen Zeit von Liebe zu sprechen, ist eh viel zu früh, denn da ist man allenfalls verliebt und das hat mit einer tragfähigen Liebe nichts zu tun), andererseits sieht er sich jetzt mit Forderungen Deinerseits konfrontiert, die er nicht unbedingt erfüllen will, wie es scheint. Egal, wie auch immer Du mit ihm gesprochen hast, es stecken natürlich eine Enttäuschung Deinerseits und damit verbunden eine Aufforderung dahinter.
Ganz ehrlich, Euer Nähe-Distanz-Bedürfnis ist wohl sehr unterschiedlich. Während Du im Beziehungsmodus bist, steht er noch mit beiden Beinen im Junggesellendasein. Er macht nicht gerade Anstalten, als ob er größere Lust hat, mehr in eine Beziehung zu investieren.
Aha, und dann ist er 46. Und weiß nicht, was er will. Und obendrein ist das in diesem Alter eh nicht so wichtig. Häh? Was hat das mit dem Alter zu tun? Eigentlich nichts, denn eine Beziehung hat man normalerweise in jedem Alter gern. Aber ist ja schon 46, alles klar.
Der quatscht meiner Ansicht nach ziemlichen Nonsens daher, den Du glauben sollst. Die Botschaft dahinter lautet wohl eher: Du , ich bin nicht mehr so begeistert von Dir ...
Lass den Vogel in seinem Junggesellenparadies und geh Du Deinen Weg. Du hast andere Vorstellungen von Beziehung und Partnerschaft und das ist mit seinen Vorstellungen nicht kompatibel.
Eine Freundin hätte er vielleicht ganz gern, so für zwischendurch, aber nicht so häufig. Eine, die sich anpasst und nicht unbequeme Forderungen stellt, also unkompliziert ist. Eine für die angenehmen Seiten des Lebens, aber wenn die nach einigen Monaten schon mit unbequemen Fragen ankommt ...
Mir ist da noch ein Satz von Dir aufgefallen. Ihr seid 100 km voneinander entfernt und wenn man denn wollte, könnte man die Strecke ja durchaus auch unter der Woche mal fahren. Es wäre ja ganz schön, auch unter der Woche mal einen Abend miteinander zu verbringen. Es gibt Pendler, die zwangsweise jeden Tag 100 km einfach fahren.
Aber irgendwie "habt ihr das nicht hinbekommen".
Ich interpretiere den Satz so: Du wärst durchaus bereit, mal die läppischen 100 km zu fahren, denn es geht Dir um nichts weniger als darum, Zeit mit ihm verbringen zu können. Aber er hat dann wohl rumgeschwurbelt oder gleich eine klare Grenze gezogen.
Und Du hast es akzeptiert. Was hättest Du auch sonst tun sollen, denn Du bist klar im Nachteil.
Bedeutet, Ihr habt bereits ein Ungleichgewicht. Nähe und Distanz und so was geht immer zu Lasten des Nähe suchenden.
Der eine will mehr, der andere verteidigt sein Junggesellendasein und verbringt trotz Deiner Anwesenheit auch mal drei Stunden abwesend bei körperlicher Präsenz. Ergo war ihm das Andere wichtiger als Du und erst als es ihm bewusst wurde, dass Du ja eigentlich da bist und evt. sauer werden könntest, hat er Dich wieder mit seiner Anwesenheit beglückt.
Passt alles nicht, lass es sein. Er soll mit seinen immerhin 46 Jahren in seinem Singledasein frei sein und Du nützt die Zeit und schaust Dich nach was Anderem um, wo Du vielleicht wichtiger bist als hier jetzt.