Zitat von Gretchen:Durch so eine reinszenierung der Ohnmachtserfahrung versucht die Psyche es doch noch gut ausgehen zu lassen.
Sozusagen stellvertretend für die Erfahrung mit den Tätern.
Der Wunsch, dass es gut wird.
Hast du zu den aggressoren (nenne ich jetzt mal so) aus der Jugend noch Kontakt?
Was hattest du für eine Therapie gemacht?
Ich finde schon, dass es dir genützt hat- du merkst ja, dass es dir nicht gut tut- also gibt es einen Teil in dir, der Abstand nehmen kann und will und wird.
Gretchen
Edit: fragen sind für dich, muss nicht beantwortet werden!
Liebe @gretchen:
Der erste Satz Deines Zitats ist so wahr - und gleichzeitig für mich gefühlt so absurd und schmerzend, wie ich es gerade erlebe.
Reinszenierung, und dennoch geht es wieder schlecht aus.
Ich verstehe nicht, warum sich die Psyche diesen Weg wählt.
Ich habe es mehr als nötig, diese Traumatas auszurotten.
Nein, KEINEN Kontakt mehr zu den früheren Aggressoren.
Ich habe mehrere Traumata-Therapien gemacht. Die Therapeuten (verschiedene) sagten aber unabhängig voneinander, dass bei Schwersttraumatisierten das Trauma vorhanden bleibt, wie ein V.irus, der bei Belastungsituationen (in meinem Fall Männer, von denen ich mich benutzen lasse; Grenzen zu spät setze, zu naiv bin etc), wieder auflebt, zB wie bei einem H.erpesv.irus.
Ich habe diese Aussagen NICHT ungefiltert übernommen, aber gemerkt, dass es stimmt. Leider.
Ich kann kaum mehr, wie lange soll ich noch leiden ?
Und ja, es gibt einen Teil von mir, der Abstand nehmen will - und kann in der aktuellen SItuation mit diesem aktuellen Typen.
Und ich habe es - äußerlich - nunmehr tatsächlich geschafft.
Aber frag mal mein Inneres: Da verblute ich gerade. Sowas von
