Lieber Urmel,
Zitat:Aber es ist unglaublich kompliziert alle Faktoren, die da mitspielen, zu benennen UND sie einem anderen Menschen, der einen Teil der Faktoren aus der eigenen Wesensart nicht erlebt hat, zu erklären.
Ich weiß, dass merke ich auch
Zitat:OK, beide sind unsicher. Aber sind deswegen beide gleich? Offensichtlich ist sie eine Frau und er ist ein Mann. Um es überschaubar zu halten nur einer der wichtigeren Vorzeichen, die eine anscheinende Gleichheit schnell kippen lassen - ohne "Mann/-Frau-Holzhammer, ist halt so"-Triaden.
Auch da gebe ich dir recht, sie SIND nicht gleich - das macht es spannend. Aber sie sind auch nicht sooo unterschiedlich, denn sie WOLLEN (vermutlich) beide das Gleiche:
1. geliebt werden um ihrer selbst willen
2. sich in dem anderen spiegeln zu einem besseren "Ich"
3. sicher zu sein, nicht zweifeln zu müssen (habe ich, glaube ich schon irgendwo was zu geschrieben)
4. sich mit dem anderen eine bessere Zukunftsperspektive zu eröffnen
und natürlich individuell gefärbte Vorstellungen und Bedürfnisse, die m.M. nach aber gar nicht so unterschiedlich sind.
Zitat:Vertrau mir für den Moment.
o.k.

Zitat:Du kannst Dir vermutlich kaum vorstellen, wie weit viele Männer heutzutage von ihrem Wesen durch äußere Einflüsse entfremdet sind. Das ist schrecklich. Es ist schrecklich, es von außen zu sehen, es ist schrecklich zu wissen, was in diesen Männern für Kämpfe mit sich selbst herrschen. Sie verstehen zum Teil die Welt, sich selbst, nicht. Auf der anderen Seite hast Du eine Frau, die ihr Wesen lebt, die diesen inneren Kampf sicherlich auch hat, aber eine Leitkultur zur Hand, die ihr viele Dinge nicht als Fehler, sondern als Entwicklung auslegt.
Welche Leitkultur der Frauen meinst du da? Von der, immerhin angestrebten, Gleichberechtigung und der damit einhergehend wegfallenden Rollenverteilung von Mann und Frau sind doch auch beide Geschlechter gleichermaßen betroffen.
Das kann man positiv oder auch negativ betrachten. Wenn dir früher vorgeschrieben wurde welche Rolle du gefälligst auszufüllen hast, Mann und Frau, ganz egal ob dir das lag oder nicht - du musstest dich da hineinfügen wenn du nicht als totaler Außenseiter leben wolltest. Den meisten wäre es wahrscheinlich gar nicht in den Sinn gekommen dagegen aufzubegehren. Und ich kann mir vorstellen, dass genauso viele Männer und Frauen damals mit der Situation gehadert haben wie heute - wo du die freie Wahl hast dein Leben zu gestalten.
Heute sagt dir keiner mehr wie du leben und lieben sollt (naja.. aber du weißt schon was ich meine) Jeder muss seinen Weg selbst finden, das eröffnet viele Möglichkeiten beinhaltet aber auch eine gewisse Orientierungslosigkeit - auf beiden Seiten.
Und ich glaube, Frauen verzeihen sich nur Fehler leichter als Männer. Männer sind oftmals sehr hart zu sich selbst.
Zitat:Das Problem sind die Männer. Die Frauen sind weiterhin Frauen, die Männer verlieren die Fähigkeit, durch Ruhe und Gelassenheit bei einigen Entwicklungen gegenzusteuern. Auf den ersten Blick laufen dann die Frauen aus dem Ruder, aber die Weichen wurden schon viel früher gestellt.
Das Problem sind nicht die Männer, obwohl es einigen bestimmt an Ruhe und Gelassenheit fehlt. Willst du damit sagen, Frauen handeln nun mal (scheinbar) irrational weil sie halt Frauen sind und den Männern fehlt es im Gegenzug heutzutage an der nötigen Selbstsicherheit den irregeleiteten Frauen Einhalt zu gebieten?

ich hoffe inständig, dass ich dich da falsch verstanden habe.
Zitat:Dies ist nur ein Mosaiksteinchen, welcher zur einzigen Lösung führt, die für alle Beteiligten das Leben wieder in gesündere Bahnen lenkt. Selbstsicherheit. Die Art von Selbstsicherheit, die man benötigt, wenn man erkennen will, dass das Mädel eine Umarmung braucht. Da liegt der Hund begraben. Deswegen soll der TE auch seine Grenzen neu justieren, da er sich so zwangsläufig mit sich und seinen Ängsten auseinadersetzt. Macht er dies nicht und gibt dem Werben der Dame nach, ist er in kürzester Zeit wieder solo.
Auch hier stimme ich mit dir in deiner Aussage überein. Allerdings rate ich dem TE hier etwas anderes: Entscheide Dich! Für oder gegen die Frau. Aufgrund des ersten Treats war ich der Meinung, diese Entscheidung sei schon gefallen und zwar zugunsten der Frau - also "Liebe trotz Macken". Und wenn du diese Entscheidung getroffen hast, dann bleibe dabei. Dann mach den ersten Schritt - egal ob du das nötig hast oder nicht - du wirst sie damit überraschen. Und dann setze das um was ich unter den Punkten 1.-4. zusammengefasst habe (oder natürlich ersatzweise was DIR wichtig ist) und kommuniziere das auch.
Mir hat ein Mann diese Lektion beigebracht und hat damit meine Sicht auf mich selbst total verändert. Aus dieser Erfahrung kommen meine Empfehlungen.
Ich wünsche euch eine Gute Nacht