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Es ging ja nicht um einen Psychatrie Aufenthalt, sondern um eine Kur. Aber die würde er natürlich sofort bewilligt bekommen - zumal in seinem körperlichen und psychischen Zustand.
Ich denke nicht dass eine Kur hier überhaupt was bringt. Ein paar Wellness-Streicheleinheiten und Bäder lösen die enormen psychischen Probleme die dieser Mann m.E. hat auf keinen Fall. Imho gehört er in eine stationäre Therapie, da es sich um eine bereits seit Jahren bestehende tiefe Lebenskrise mit Depression und durchaus bereits bestehenden Selbstmordgedanken handelt. Eine Kur kann da bestenfalls der Abschluß einer umfassenden Therapie sein.
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x 1#136
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Sorgild Mitglied
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Ich denke, sein Arzt wird das am besten wissen.
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#137
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Weihnachtshorror Eheaus nach 10 Jahren
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hahawi Mitglied
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Ich weiss ja nicht, wie es in Deutschland ist, aber in Österreich kann man, wenn jemand wiederholt Selbstmordgedanken äussert, auch eine Einweisung veranlassen als Angehöriger.
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#138
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Anaria Gast
Zitat von Sorgild:
Wenn du für ihn da bist, wenn er dich braucht, dich aber auch zurück ziehen kannst, wenn es dir zuviel wird.
Also davon würde ich dringend abraten. Der Mann gehört schlicht und einfach in professionelle Hände. Diese Lebenskrise und psychischen Probleme sind viel zu tiefgreifend, als dass die TE als Laie sie "für ihn da sein" mittragen kann. Sie war ja bereits jahrelang für ihn da und es hat nichts gebracht. "Für ihn da sein, wenn er Hilfe braucht" wird die TE innert kurzer Zeit psychisch genauso kaputt machen, und der Mann wird nichts daraus lernen - ausser das er bei der TE weiter um Hilfe schreit anstatt sich in die Hände von Profis zu begeben.
Das ist wie bei einem Suchtkranken, zb Alk.. Man muss loslassen um nicht Co-abhängig zu werden. Erst wenn sie ins bodenlose fallen sind manche bereit wirklich an ihrem Problem zu arbeiten. Manche saufen sich dann auch einfach weiter zu Tode. Es ist bitter, keine Frage, aber letztendlich entscheidet jeder selbst über seine Art zu Leben... oder über seine Art zu Sterben.
Er muss sich professionelle Hilfe suchen, da beisst die Maus keinen Faden ab
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x 5#139
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Anaria Gast
Zitat von hahawi:
Ich weiss ja nicht, wie es in Deutschland ist, aber in Österreich kann man, wenn jemand wiederholt Selbstmordgedanken äussert, auch eine Einweisung veranlassen als Angehöriger.
Aber nur für 24 Stunden. Dann wird man wieder entlassen, wenn der Betreffende darauf besteht. Selber schon im Bekanntenkreis erlebt. Sogar nach einem - naja zugegebenermassen halbherzigen Selbstmordversuch mit Tabletten - war meine Bekannte nach einem Tag wieder zuhause.
Es ist mittlerweile sehr sehr schwer geworden jemanden für längere Zeit zwangseinweisen zu lassen. Freiwillig geht natürlich jederzeit.
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x 1#140
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annanana Mitglied
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Hallo,
eure teilweise harten Kommentare sind gut! Ich war jetzt mit Freunden unterwegs und die verstehen die Dynamik gar nicht. Wie auch. Ich hatte zuvor ja auch noch nie etwas mit Depression zu tun. Sein Freund hat bei ihm angerufen und ich war völlig geplättet von dem, was er über mich sagte. Ich war sein Hemmschuh, ohne mich hätte er nie so zugenommen (er war schon in seiner Jugend dick) und ich wolle mich jetzt an seiner Arbeit für das Haus bereichern. Dass ich meine Fehler nicht einsehe und infantil bin, weil ich Geld für die andere Wohnung verschwende. Er will jetzt ohne mich und meine Sperenzchen durchstarten, er ist ja auf dem besten Weg aus seinem Burn Out. Ich soll ihm am besten das Haus überschreiben. Er wird mir zeigen, dass er klüger ist als ich. Ich soll mir auch keinen Anwalt nehmen, weil er sowieso gewinnen wird.
Es war so völlig frei von jeder Logik, dass ich gar nicht mehr wusste, was ich sagen soll.
Sein Freund war auch baff. Plötzlich klang er voller Energie und Tatendrang.
Er war schon bei einem Psychiater und hat mir danach erzählt, dass dieser Psychiater ihn als gesund und resilient einstuft. Das war vor etwa einem Jahr als der Hausarzt wegen des Gewichts eine Kur empfahl. Er hätte eine Kur bekommen, aber stationär und das wollte er nicht, weil er ja nicht "irre" ist und er keine psychos treffen will.
Vielleicht war ich ja wirklich schlecht für ihn und er blüht jetzt ohne mich auf. Ich wünsche es ihm, aber das klang zu überdreht.
Ich selbst fühle mich wie in so einem Psychothriller. Alles ist so verdreht.
@Sorgild Ich wollte und werde ihn nicht im Stich lassen. Aber ich kann das alles nur aus der Ferne begleiten, sonst bin ich bald selbst platt. Ich akzeptiere, dass er krank ist und werde ihm helfen, wenn ich das kann. Aber er gesteht sich ja nicht einmal selbst ein, dass er Hilfe braucht.
LG
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x 1#141
S
Sorgild Mitglied
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Zitat von Anaria:
Also davon würde ich dringend abraten. Der Mann gehört schlicht und einfach in professionelle Hände. Diese Lebenskrise und psychischen Probleme sind viel zu tiefgreifend, als dass die TE als Laie sie "für ihn da sein" mittragen kann. Sie war ja bereits jahrelang für ihn da und es hat nichts gebracht. "Für ihn da sein, wenn er Hilfe braucht" wird die TE innert kurzer Zeit psychisch genauso kaputt machen, und der Mann wird nichts daraus lernen - ausser das er bei der TE weiter um Hilfe schreit anstatt sich in die Hände von Profis zu begeben.
Das ist wie bei einem Suchtkranken, zb Alk.. Man muss loslassen um nicht Co-abhängig zu werden. Erst wenn sie ins bodenlose fallen sind manche bereit wirklich an ihrem Problem zu arbeiten. Manche saufen sich dann auch einfach weiter zu Tode. Es ist bitter, keine Frage, aber letztendlich entscheidet jeder selbst über seine Art zu Leben... oder über seine Art zu Sterben.
Er muss sich professionelle Hilfe suchen, da beisst die Maus keinen Faden ab
Ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass sie für ihn als Therapeutin da sein soll. Die TE ist erwachsen und intelligent genug zu erkennen, wann man das Feld räumen muss.
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x 1#142
Scheol Mentor
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Zitat von Sorgild:
Ich denke, sein Arzt wird das am besten wissen.
Was am besten wäre ?
Er wird keine Reha durch bekommen.
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#143
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Anaria Gast
Genau wegen solchen Kommentaren musst du dich für deinen Selbstschutz ausklinken. Er beisst und wütet um sich mit immer absurder werdenden Theorien und Vorwürfen. Diese letzten Aussagen sind auch nur eine klassische Schuldumkehr. Da wird noch mehr kommen! Du kannst ihm in diesem Stadium seiner Erkrankungen schlicht und einfach nicht mehr helfen. Du kannst dich nur noch selbst schützen und ihm klar machen, dass es ohne seine Einwilligung zu einer stationären Therapie kein Zurück mehr für dich gibt.
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x 1#144
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Sorgild Mitglied
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Zitat von Scheol:
Was am besten wäre ?
Er wird keine Reha durch bekommen.
Und auch das ist in einem Arztgespräch am besten aufgehoben.
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x 1#145
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Anaria Gast
Zitat von Sorgild:
Ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass sie für ihn als Therapeutin da sein soll.
Dann definiere doch mal was für dich "für ihn da sein" konkret bedeutet.
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#146
Scheol Mentor
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Zitat von Sorgild:
Und auch das ist in einem Arztgespräch am besten aufgehoben.
Zu 90 Prozent definitiv nicht.
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#147
S
Sorgild Mitglied
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Zitat von Anaria:
Dann definiere doch mal was für dich "für ihn da sein" konkret bedeutet.
Muss ich das wirklich? Ich denke, erwachsene Menschen wissen einfach, inwieweit sie für jemanden da sein können und sie wissen auch, wo die Grenze liegt. Und ab wann ein Profi ran sollte. Man kann sie auf den Weg dahin unterstützen und wenn es nur darum geht, einfach mal zuzuhören, ohne die eigentliche Arbeit zu übernehmen. Und in der Regel ist es einfach nur die Telefonnummer, die da liegt und die er anrufen kann, wenn er mal reden will. Und wenn auf der anderen Seite jemand abhebt, den er gut kennt und der einfach nur zuhört.. Genau das mein ich damit.