Na, so einen lieben Kerl hätte ich auch gerne an meiner Seite, der mir das antut.
Ich könnte gar nicht so viel fressen wie ich kotzen wollte.
Was aus ihm wird?
Wo ist das Dein Problem?
Zu deiner Frage: Wie ich das schaffe?
Ich bin jetzt in Woche 7, und immer wieder krachen die Erinnerungen auf mich ein, vor allem morgens und abends.
Aber ich habe so meine Mechanismen gefunden, wie ich mit dem Verlust, den ich dann immer sehr massiv spüre, umgehe.
Erstens spreche ich dann sofort und gerne auch 100mal am Stück das Mantra 'Ich akzeptiere die Trennung, und ich lasse los' vor mich hin, und ich rufe mir vor Augen, wie sie mich abserviert hat.
Was soll ich mit einem Menschen in meinem Leben (von dem ich nach neuester Erkenntnis nur das eine habe), der mich so verletzt und enttäuscht hat? Nix soll ich mit einem solchen Menschen!
Ich habe sehr schnell für mich Nägel mit Köpfen gemacht, nachdem klar war, dass Madame zu feige oder zu unfähig war, mit mir über die Situation zu sprechen.
Auszug --> Unterschlupf bei Freunden --> Wohnungssuche und -fund in 'meinem' Stadtteil --> aktives Loslassen der Frau, die mir nach 8 gemeinsamen Jahren das Herz gebrochen hat und nicht mal den Ar. in der Hose hatte, von sich aus mit mir zu reden
Mittlerweile habe ich mehr gute als schlechte Tage, denn ich erkenne, dass ich sie in meinem Leben nicht brauche.
Ja, ich hab sie geliebt, unendlich geliebt.
Aber ich
brauche sie nicht. Ich brauche mich, meine Freunde, die mir geholfen haben, als ich sie benötigte, und ich brauche meine Tochter.
Soll sie das nächste Bäumchen bespringen. Ich interessiere mich weder für meinen Nachfolger, noch beschimpfe ich meine Ex.
Sie hat das getan, was sie für richtig hielt. Dass es ihr das (O-Ton) 'unendlich leid tut, mir so wehgetan zu haben', kann sie sich sonstwohin stecken.
Es ist MEIN Leben, ICH bin für mein Glück verantwortlich. Und das habe ich mittlerweile verinnerlicht.
Zitat:Ich denke, ich müsste das mit ihm klären - in einem 4-Augen-Gespräch - aber er ist zu feige.... schreibt lieber sms und sagt mir ich wäre ja so wichtig für ihn... einen schei. bin ich, sonst würde er mir nicht immer wieder neu wehtun und endlich den Ar. zusammenkneifen und den Mut haben sich direkt mit mir auseinanderzusetzen.
Muss ich dazu noch irgendetwas sagen?
Als ich merkte, dass die Wut kam, habe ich sie mit offenen Armen empfangen, denn sie hat die Verzweiflung abgelöst.
Und wenn die Wut verraucht sein wird, kann ich ihr verzeihen.
Und dann kann sie mich am Ar. *beep*.
Die ersten Wochen habe ich auf jedes Lebenszeichen gegeiert und habe gelitten wie ein Hund. Es kam nix, oder nur Blödsinn/Organisatorisches.
Dann habe ich beschlossen, immer dann, wenn ich einsam war und auf die Rückkehr wartete, mir mein Mantra aufzusagen.
Immer und immer wieder. Und siehe da: Nach ein paar weiteren Wochen konnte ich meine Gefühle darüber aktiv beeinflussen.
Ich will sie nicht sehen, das tut mir weh, ich schaue keine alten Bilder, das tut mir weh, ich höre keine 'gemeinsame' Musik, das tut mir weh, und ich bewege mich durch mein Umfeld und gebe sie frei, denn DAS tut mir nicht weh sondern gut.
Dein Schweinehund ist kein fremdes Wesen, er ist ein Spiegel Deines Innersten. Also kannst Du ihn auch an die Leine legen.