Hallo Phyllis,
Du klingst in etwa so resigniert und unfroh, wie ich mich fühle.
Nein, besser geht es mir nicht. Heute haben Gefühlsschwankungen Hochkonjunktur.
Aber Dein Leben momentan kann ich gut nachempfinden. Auch ich Frage mich, was mein Mann macht, wenn er, so wie jetzt, nicht da ist. Auch ich bin trotzdem froh, wenn ich ihn nicht sehen muss. Sehen heißt, es tut weh. Sehen heißt, ihn sehen wie er war. Vorher. Nicht sehen heißt, ich kann außer traurig auch zornig auf ihn sein. Ich betrachte ihn mit Abstand, und denke, ganz schön egoistisch. Mein Mantra: ich will ihn nicht mehr, ich brauche ihn nicht mehr.
Das Schlimmste ist an Tagen wie heute, dass wir nicht miteinander reden. So wie es jetzt läuft so mega-anstrengend, wird mir nie die Chance gegeben, dass auch er mich vermisst irgendwann. Sieht, wie das ist. Dann fühle ich mich doppelt betrogen. So, wie jetzt. Auch, wenn das mit der Funkstille von mir ausgeht.
Aber Du, liebe, liebe Phyllis, auch wenn Du traurig klingst, scheinst doch auf dem richtigen Weg zu sein!
Und auch ich kenne das mit dem Weinen. Dann kommt die Frage was denn los wäre. Dann sagst Du was und es kommt 'nie! Ihr seid doch so glücklich gewesen. Konnte nicht voneinander lassen' und dann bestehst Du nur noch aus Tränen...
Fühl Dich geknudelt
