Ich glaube mir fehlt dazu die Macht meinen Kopf abzuschalten.
Ich versuche mir die Zeit zu nehmen Dinge zu genießen.
Letztes jahr z.B. habe ich mir vorgenommen jeden schönen Tag zu genießen.
Ich bin immer früher von der Arbeit weg ins Bad, bin meine 1000m geschwommen und habe mich dann auf die Wiese gelegt.
Es war auf der einen Seite schön - abspannen konnte ich nicht. Ok das Scheidungsverfahren lag über mir....
Einfach zur Ruhe kommen, das fällt mir schwer.
Ansonsten muss ich ehrlich gestehen mache ich mir über das Lebensende nicht um mich Gedanken, sondern wenn, dann um die Hinterbliebenden - meine Kinder.
Ich hatte weiter oben schonmal geschrieben, dass ich manchmal Gläubige beneide um ihren Glauben. Für mich ist das Lebensende wie der Tiefschlaf. Man ist einfach weg und hört auf zu existieren.
Darum mache ich mir darüber auch recht wenig Sorgen, weil ich davon ausgehe, dass es mich dann nicht mehr jucken wird, wenn ich weg bin.
Dennoch möchte ich die Zeit, die ich hier habe, glücklich sein.
@arjuni
Muss man sich Liebe erarbeiten? Ich denke ja, sonst würde naturgemäß jeder jeden "lieben".
Ziehen wir das Pferd doch mal von der anderen Seite auf...
Mann und Frau treffen sich. Warum verlieben sie sich in einander? Doch wohl, weil man aufmerksam ist, etwas dafür tut - und sei es nur sich zu unterhalten und zuzuhören.
Kleine Gesten, ein Blumenstrauß, ein Kasten Pralinen vor allem aber eine Aufmerksamkeit, die auf Zuhören beruht.
Warum hat mich meine Frau früher geliebt und jetzt nicht mehr? Und sie war wirklich in mich verliebt bzw. hat mich von ganzem Herzen geliebt - das habe ich gespührt. Aber nicht einfach so aus dem Nichts heraus.
Muss ich mir die Liebe verdienen? Ich würde es mal so sagen, dass man an einer Beziehung arbeiten muss.
Ich habe in den Ehejahren meine Beziehung nie aktiv betrachtet, sondern einfach darin gelebt.
Wenn ich also meiner Frau etwas Gutes getan habe, dann nicht aus Angst sie könnte mich sonst verlassen sondern einfach, weil ich es in diesem Moment für das richtige hielt. Andersherum genauso.
Das bewusste Wahrnehmen war eher weniger der Fall, es gab aber auch viele externe Einflüsse.
Aber dieses einfach Fallen lassen, kann ich nicht. Daher mag ich auch keine Achterbahnen
