@Lise2090
Zitat von Lise2090: Ich würde gerne heute meine Gedanken mit euch teilen. Ich will zurzeit nicht wirklich mit Freunden, oder Familie sprechen. Das fühlt sich gerade für mich nicht gut an.
Nur immer raus damit. Frei nach dem Motto: Was raus muss, muss raus. Dafür ist das Forum da.
Zitat von Lise2090: Wenn ich so überlege, dann hat er eigentlich unter der Woche nie wirklich Zeit mit mir verbracht. Alle seine anderen Termine waren wichtiger und die Zeit mit mir nur zweitrangig. Ich glaube, das grundsätzliche Problem
bei uns war: seine Priorität war er selbst. Meine Priorität war auch er... Ich habe bei allem was ich tat immer an ihn gedacht, aber er nicht an mich.
Die ganze Welt hat sich bisher also immer nur um ihn gedreht...
dass du das jetzt so langsam erkennst, finde ich einen wichtigen Schritt, denn es gibt dir auch ein Stück weit Klarheit.
Der nächste Schritt wäre dann, dir selbst - wenn du dann soweit bist - wenn diese Gedanken aufkommen, zu sagen: Das hat nun ein Ende. Ich setze mich selber nun in meiner Prioritätsliste an erster Stelle.
☺ Das muss nicht heute passieren, auch nicht morgen.... Alles hat seine Zeit, aber als Ziel könntest du dir das ja durchaus vornehmen.
Zitat von Lise2090: Es macht mich so fertig, dass ich ihm
diese zweite Chance gegeben habe und er mich wieder enttäuscht hat. Ich fühle mich selbst wie die dümmste, unattraktivste und naivste Frau auf Erden.
Eine Enttäuschung ist das Ende einer Täuschung.
Und nur weil du ihm eine 2. Chance gegeben hast, bedeutet das nicht, dass du schwach, naiv oder dumm warst. Du hast geliebt - und tust es wahrscheinlich immer noch ein Stück weit. Und wenn man liebt, geht man auch mal über seine Grenzen und übergeht das eigene warnende Bauchgrummeln.
Sieh es nicht als Scheitern, auch wenn es sich gerade vermutlich ziemlich danach anfühlt, sondern sieh es als Chance auf Weiterentwicklung - bei dir selber.
Zitat von Lise2090: Bei mir schleichen sich noch weitere Gedanken ein: ist es wirklich, weil ich nicht so attraktiv und jung bin wie sie? Hätte ich mehr auf mich acht geben müssen und an meinem Äußeren arbeiten sollen?
Hm... da musste ich erstmal an meine eigene Geschichte denken.
Und ich stelle gerade erneut fest: Gott sei Dank ist damals dieser Gedanke - "Was hat sie, was ich nicht habe?“ nicht bei mir aufgekommen.
Weil ich wohl trotz aller Schwächen und "Problemzonen" immer eigentlich wusste und auch okay damit war mit dem, wer, wie und was ich bin.
Eventuell könntest du ein bisschen weg von dem Gedanken "Was hat sie, was ich nicht habe?" hin zu "Was war ich bzw. sie für ihn?" Und dann könnten sich da nochmal ganz neue Erkenntnisse für dich auftun hinsichtlich deiner Feststellung bzw. seinem Geständnis, dass er sehr aufmerksamkeitsbedürftig im Außen ist.
Ergo würde es mich nicht wundern, wenn bei dir irgendwann der Knoten platzt und du feststellst, dass das schon sein Defizit ist, dass er nie genug kriegen kann. Und dass niemand ihm immer und alles das geben kann, was er braucht.
Verstehst du, wie ich das meine?
Zitat von Lise2090:Ich fühle so einen Schmerz und meine Brust zieht sich immer wieder zusammen, wenn ich an die beiden denke.
Liebes, kann ich mitfühlen. Dieser Schmerz ist da, völlig normal. Lass ihn zu. Und mir hat da immer geholfen, durch den Schmerz durchzuatmen. Loszulassen.
Liebes ich wünsche dir einfach, dass du bei all dem Schmerz irgendwann bei dir selbst ankommst.
Und bis dahin: Lass raus, was raus muss. Wir sind hier.
