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Wieso ist Dating heutzutage so schwer?

Atomicblue
Also ein Freund meines Mannes (Eckdaten: Ende 50, geschieden, meistens eher kurze Frauengeschichten, optisch kein Adonis, neigt zum Übergewicht, verdient halt dick Kohle..) hat mir mal erklären wollen, wie er sich die „ideale Frau“ vorstellt: feminin und verführerisch….

„ Sie steht auf sämtliche von ihm bevorzugten S6-Praktiken.

Wenn er abends von der Arbeit heimkommt, dann steht sie da: im kurzen Faltenrock, mit offener weißer Bluse, Halterlosen Strümpfen, hohen Hacken, offenen Haaren, geschminkten Augen mit blauem Lidschatten und Glitzer und rotem Mund. Und hebt ihr Röckchen unter dem sie nichts trägt…“

Auf diese Aussage bzw Wunschdenken konnte ich ihm nur antworten, dass ich in dem Fall lieber mit 5 Katzen alleine leben wollte…Fantasien eines langsam älter werdenden Mannes. Bä!

Also ich mache mich auch gerne mal schick wenn ich ausgehe, trage gerne Kleider, achte auf mich, ich schminke mich gerne aber laufe zuhause auch eher in Jeans und Shirt rum, wenn ich im Haus e
arbeite. Und bevorzuge abends eher was gemütliches, als aufgedonnert und mit Clownsmakeup auf meinen Partner zu warten…

Und ich kenne genug Frauen, die selbst in der Joggingbuxe noch verführerisch und weiblich sind. Zum Beispiel meine Schwägerin oder eine Freundin von mir.

Selbst im Malerkittel sind die noch umwerfend.

x 13 #121


Blind-Meg
Zitat von Frau_Stern:
reden wir über Weiblichkeit und was das zu sein hat ? Wann ist Frau zu männlich ? Wenn sie eine Meinung hat ?

Ich fürchte fast, ja.
Traurig.

x 2 #122


A


Wieso ist Dating heutzutage so schwer?

x 3


Frau_Stern
Stimmt, du hast absolut recht. Weiblichkeit hat nix mit dem Outfit zu tun, welches man trägt. Ich trage gerne Kleider und Röcke. Im Job nicht, da muss ich schnell sein.

Eine eigene Meinung ist halt schon toxisch, ne ? Glücklich sein

x 3 #123


ElGatoRojo
Zitat von Frau_Stern:
Weiblichkeit hat nix mit dem Outfit zu tun, welches man trägt. Ich trage gerne Kleider und Röcke.

sic

#124


Frau_Stern
sic, Habibi

#125


Ema
Zitat von Atomicblue:
Auf diese Aussage bzw Wunschdenken konnte ich ihm nur antworten, dass ich in dem Fall lieber mit 5 Katzen alleine leben wollte…Fantasien eines langsam älter werdenden Mannes. Bä!

Wenn es ausschließlich solche Männer gäbe, dann würde ich sogar ohne fünf Katzen allein leben wollen. 😜

x 10 #126


Blind-Meg
Zitat von Frau_Stern:
Eine eigene Meinung ist halt schon toxisch, ne ?

Oh, und Ansprüche. Eigenes Geld und Kompetenz. Und die Forderung nach Augenhöhe.

x 4 #127


Frau_Stern
Ja, die Welt ist so verdammt böse mittlerweile Glücklich sein



manche Frau verdient mehr als jeder Mann...das ist demütigend
so was aber auch

x 2 #128


ElGatoRojo
Ach ihr beiden - hört sich an wie das Pfeifen im Wald. Habt ihr so etwas nötig? Immer diese Abwertungen, um sich besser zu fühlen?

#129


Frau_Stern
fühlst du dich abgewertet ? Interessanter Standpunkt

x 3 #130


K
@Luna-wickie

ich kann natürlich keine eigenen relevanten Datingerfahrungen anbieten, verfolge aber Studien zum Daten. So fand eine große Studie in mehreren westlichen Ländern (forbes.com/health/dating/dating-statistics/#footnote_1), dass

* 91% der Männer und 94% der Frauen modernes Dating als das schwierigste aller Zeiten ansehen
* 69% der Gen Z angeben, sie fühlen sich nicht bereit für eine feste Beziehung - obwohl sehr vielen von Ihnen eine wollen
* nur 49% of Gen Z sich vorstellen können, jemals Kinder zu haben (deutlich weniger als vorangegangene Generationen)

Warum fällt GenZ Commitment so schwer?

Von Sozialforschern wird die These vertreten, dass GenZ die erste Generation ist, die unter dem Druck Sozialer Medien und der Unverbindlichkeit von Online-Dating aufgewachsen ist. Eine überfordernd komplexe Welt. GenZ hat dementsprechend auch einen eigenen Begriff für undefinierte Beziehungen geprägt: Situationship.

Anscheinend wendet sich GenZ zunehmend vom Online-Dating ab und entdeckt das gute alte Offline-Dating wieder.

x 5 #131


T
@Kopf_hoch das finde ich interessant. Klingt für mich alles plausibel.

Würde um noch ein paar Gründe ergänzen, die natürlich nicht für jeden einzelnen relevant sind (aber das ist ja nie so) - die Haltung bezüglich Partnerschaft/Beziehungen hat sich in den letzten 30 Jahren sehr verändert.
Weg von einem lebenslangen Bund hin zur Liebe als Kommodität - der Partner nicht als Partner an und mit dem man wächst und lernt und durch dick und dünn geht sondern der Partner als "Kirsche auf der Torte".
Die Suche nach dem Menschen, der möglichst wenig Ecken und Kanten hat und perfekt zu einem passt.
Zugleich vielleicht auch etwas Beeinflussung durch das Konsumverhalten der letzten 30-40 Jahre - was nicht passt, kann weg.
Zugleich gibt es heute immer mehr Menschen mit sozialen Ängsten und Depressionen, die dringend mehr Privatsphäre benötigen und teilweise schon aus dem Grund eher Schwierigkeiten damit haben, klassische Beziehungsmodelle zu leben.

Selbstverständlich haben all diese Dinge grundsätzlich auch ihre Berechtigung, gerade zB, dass es heute so viel einfacher und legitim ist, sich zu trennen, wenn es nicht passt. - Absolut undenkbar, wenn es anders wäre.

Doch die Sichtweise, dass ein neuer Partner heute von vornherein nur ein Lebensabschnittsgefährte sein wird, passend zur aktuellen Lebensphase wie die angesagten Schuhe oder die angesagte Handtasche, und kein Familienmitglied mehr... funktioniert für mich persönlich emotional nicht wirklich...
(Nur meine persönliche Sichtweise. Smile)

Es ist tatsächlich nicht einfach, heute in all der Vielfalt einen Menschen zu finden, mit dem es wirklich passt, dennoch kommt es vor.
Ich weiß, dass es wie eine Plattitüde klingt, aber es ist seit so vielen Jahren meine Beobachtung... trotz der veränderten Gesellschaft und Datingwelt der heutigen Zeit denke ich, dass innere Offenheit besonders wichtig ist.
Wenn man innerlich offen ist und das auch ausstrahlt, zieht man die bzw. den richtigen Menschen an. Smile

x 7 #132


Sonnenschein85
Zitat von MissNextDoor:
@Kopf_hoch das finde ich interessant. Klingt für mich alles plausibel. Würde um noch ein paar Gründe ergänzen, die natürlich nicht für jeden ...

Ja. Ich denke auch das heute vieles schnellebiger ist. Und man auch schneller das Handtuch wirft wenn es mal schwierig wird.

Allerdings finde ich es wichtig zu unterscheiden , ob es nur eine schwere Phase ist, die man gemeinsam wuppen kann oder ob man sich auseinander entwickelt hat und zusammen nicht mehr glücklich werden kann.

Aber auch ich habe noch nicht den Glauben an einen Partner verloren, der länger bleibt als einen Lebensabschnitt.

x 4 #133


T
@Sonnenschein85 ja auf jeden Fall, gibt es "unüberbrückbare Differenzen" wie es so schön heißt, ist natürlich gut, wenn man sich nicht weiter quälen muss. Das bringt ja auch nichts...

x 3 #134


U
Der Sarkasmus, den hier einige Frauen offen zeigen, ist für die meisten Männer maximal abtörnend.

Viele Frauen strahlen aber genau das aus, selbst wenn sie das gar nicht verbal äußern. Man spürt das schon ganz oft schon nach den ersten wenigen Sätzen, dass da was nicht in Ordnung ist.

Ich glaube, wenn du eins beherzigst, dann wirst du den richtigen finden:

Wenn du einen guten, ehrlichen Mann suchst, sei gut und ehrlich.

Wenn du einen Mann suchst, der dich (als Person, nicht deine Optik oder dein Standing) mag, versuche Männer zu mögen.

Und umgekehrt:

Wenn du einen Mann suchst, den du zwar nicht liebst, aber mit dem du angeben kannst (Gehalt, Führungsposition, Modeloptik) wirst du einen Mann finden, mit dem du angeben kannst, der dich aber nicht liebt.

So einfach und doch so schwer (weil den meisten fehlt es an der nötigen Selbstreflektion) ist das.

x 2 #135


A


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