Zitat von Blind-Meg: Ich bin auch getrennt und für mich waren 2 Dinge selbstverständlich: meine Tochter hat bei mir ein angemessenes Kinderzimmer und ich bleibe im selben Stadtteil. Das ist mein Job als Mutter, ihr einen Raum zu bieten und sie nicht aus ihrer Umgebung weg reißen. Aber wenn sie mal auszieht, kann und werde ich danach gehen, wohin ich will und dort leben, wie ich will. Ich werde die Stadt wechseln und eine Wohnung kaufen oder mieten, die meinen Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten zu der Zeit entspricht,
Das habe ich für mich auch so gesehen. Einen Teenager nochmals zu verpflanzen (z.B. an meinen Arbeitsort, was für mich wohntechnisch bequemer gewesen wäre), würde ich nur im äußersten Notfall. Und ja - ein vernünftiges und halbwegs schönes Zimmer braucht das noch zu Hause wohnende Kind auch.
Zitat von Anonym312: Meine Söhne haben vorgeschlagen, das Haus noch gemeinsam zu behalten bis die klarer sind, das fühlt sich aber für mich und meine Tochter nicht gut an. Ich brauche eine Perspektive und einen richtigen Neustart. Aber da stecke ich im Dilemma, ich will auch nicht egoistisch sein. Deshalb suche ich noch nach anderen Lösungen, die die Bedürfnisse von allen einbeziehen.
Wäre wie geschrieben auch meine Idee. Könntet ihr vielleicht einen fixen Termin festlegen? Damit hättest du eine Perspektive. Wobei für mich auch ein sehr gewichtiges Argument wäre, dass deine Tochter unter dem Schwebezustand leidet (das war hier nicht so).
Zitat von Anonym312: Ich halte halt echt so bisl an meiner Vorstellung von einer glücklichen Familie wo die Kinder mit ihren Kindern ständig vorbei schneien und die Enkel freudig im garten spielen fest….
Das würde ich echt versuchen, auszublenden, auch wenn es bis zu einem gewissen Grade wehtut. Und: Auch wenn dein Ex und du zusammengeblieben wärt, wäre ja auch nicht sicher gewesen, dass dieses Szenario jemals eintritt. Ich sehe es für mich mittlerweile ein bisschen so: Mein Leben hat sich ganz anders entwickelt, als ich das vor ein paar Jahren gedacht habe. Meine Pflicht ist es nun, diesen Familienjob anständig zu Ende zu bringen, also die Trennungsfolgen für K3 möglichst gering zu halten und ihn gut ins Leben hinaus zu begleiten. Wenn das geschafft ist, ist das Thema "Familie", zumindest im üblichen Sinne, für mich "durch". Natürlich freue ich mich über Besuche und gute Gespräche mit meinen Kindern, aber eine Familie im klassischen Sinne gibt es für mich nicht mehr. Mein Ex hat ja recht zackig Next geheiratet und wohnt nun mit ihr in einem schönen, großen Haus - ich gehe davon aus, dass sich, wenn, dann "Enkelgedöns" und Familie primär dort abspielen werden. Die Vorstellung stört mich nicht (mehr). Ich dagegen kann und werde mich meinen Interessen widmen, mich wieder mehr auf meine Arbeit (die mir Freunde macht) konzentrieren, meine Hobbies pflegen, Sport treiben ... ich freue mich darauf.