Zitat von Emily: Da gibt es nicht viel. Ein Bad, eine Mass., Wellness? Das ist ja nix.
Musik. (Am besten musizieren mit anderen - Chor? Ich habe jahrelang in Gospelchören gesungen. Hat mir das Leben gerettet und die Gemeinschaft sehr gut getan.) Sport - mit Tieren, reiten? (Auch das hat mir schon das Leben gerettet)
Oder Kunst? Tanzen? Mannschaftssport..? - Es gäbe so viele Dinge... und nicht alle schönen Dinge sind "inhaltsleer" und können nur einsam und im stillen Kämmerlein verübt werden.
Zitat von Emily: Ich habe auch bei Freunden nicht das Gefühl, dass sie mich verstehen.
Das ist klar, denn das verstehen wirklich nur Menschen, die ähnliches erlebt haben. Wie könnten andere das auch wirklich richtig verstehen..? Offengestanden wünsche ich es gar keinem, das zu verstehen... denn es ist nicht schön, und kein Kind und kein Mensch sollte solche seelischen Schmerzen erleiden müssen.
Selbsthilfegruppe? Für Angehörige von Müttern/Elternteilen mit Narzissmus/Persönlichkeitsstörugen? Ich habe schon oft mit dem Gedanken gespielt, mir so eine Gruppe zu suchen.
Wobei ich zugeben muss, dass ich hier diesbezüglich auch schon super Austausch hatte, der sehr tröstlich und interessant für mich war, wo ich mich erstmals richtig verstanden fühlte. Aber tatsächlich nur von Menschen, die eben dasselbe erlebt haben. Man schwingt da etwas ähnlich.
Zitat von Emily: Meine Oma hatte auch schon Demenz, sie und mein Opa, waren meine Lebensmenschen. Seit ihrem Tod 2012 ist bei mir irgendwie eine Klappe gefallen.
Verstehe ich sehr gut. Mein Opa starb 2007. Mein Vater Anfang 2017. Seitdem fühle ich mich mutterseelenalleine auf der Welt. Obwohl ich eine eigene Familie habe. Aber für meine Kinder bin natürlich ich die "Stütze", nicht andersherum. Was mir im Gegenteil eher Druck macht, da ich selbst chronisch krank bin und kein "Backup" da ist.
Es ist schon hart. Aber es hilft nichts, man muss irgendwie durch.
Zitat von Emily: aber das hat mich verändert.
Nach dem Tod eines geliebten Menschen ist die Welt mit einem Mal anders... und bleibt für immer verändert. So nehme ich es auch wahr.
Damit umzugehen ist nicht einfach.
Zitat von Emily: Und eines noch: Elfe ist einfach nur dämlich. Ihr Päckchen interessiert mich nicht. Ihre ständige Selbstdarstellung ist unerträglich.
Elfes Los ist auch nicht so einfach. Ich habe auch dafür Verständnis/Empathie, auch wenn es anders gelagert sein mag als der Packen, den ich trage.
Liebe Emily, ich wünsche dir sehr, dass du Wege findest, dein Leben wieder schöner und glücklicher zu gestalten. Ich weiß, daß ist eine immense Herausforderung... eine, mit der ich selbst auch auf mehreren Ebenen zu kämpfen habe (bei mir kommt noch die gesundheitliche dazu... und das hat man leider nicht alles selbst in der Hand...) - Ich weiß auf jeden Fall wie schwierig das mit all den Verlusten etc. ist.
Ich kann dir nur raten: sieh zu, dass du unter Menschen kommst. Es muss nicht der Chor sein, es muss kein Mannschaftssport sein... aber such dir irgendwas wo du unter Menschen kommst und nette Leute kennenlernen kannst. Vielleicht am Ende sogar doch eine Selbsthilfegruppe für Menschen, die familiär ähnliches erlebt haben.
Unabhängig von einem Mann - sieh zu, dass du etwas Ansprache findest, wenn du schon nicht hierbleiben möchtest.
(Was ich immer noch schade finde. Warum nicht einfach die Ignore-Funktion nutzen und weiterhin mit den Usern austauschen, die du magst..? Hier gibt es viele wertvolle und gute Anregungen und Denkanstöße... ich gebe allerdings zu, dass die sich oft leichter und konstruktiver lesen, wenn sie nicht an einen persönlich adressiert sind
😉 deswegen lese ich hier auch viel mit und schreibe kaum in meinem Thema. Ich habe den Eindruck es hat mir/uns auf diese Weise tatsächlich noch viel mehr geholfen...)
Denk doch nochmal darüber nach...
Andernfalls auch dir, wirklich alles erdenklich Gute.
❤