Hallo heihoo,
ich würde Dir gerne Hoffnung machen, dass wir das irgendwie und irgendwann überstanden haben. Nur leider glaube ich selber nicht daran.
Ich verstehe Dich wirklich sehr, sehr gut. Es geht mir ganz genauso. Jede Minute, in der ich nicht beschäftigt bin, fliehe ich zu meinen Eltern. Die wohnen 50 km entfernt und ich muss immer Zug fahren, aber in meiner Wohnung halte ich es ebenfalls nicht aus. Jeden Tag hoffe ich, dass er wieder kommt. Nachts träume ich davon, dass er bei mir ist und neben mir liegt. Und jeden Morgen ist es wieder ein Schlag ins Gesicht: er ist nicht mehr bei mir. Er gehört nicht mehr zu mir. Und inzwischen habe ich jeden Abend Angst mich schlafen zu legen, Angst davor wieder von ihm zu träumen und wieder mitten in der Nacht zu weinen anzufangen.
Auch ich kann das leider nicht steuern wann und wie intensiv ich an ihn denke. Er ist einfach in meinem Kopf - dauerhaft. Und selbst in stabilen Momenten bringt es mir nichts, mir selbst einzureden ich dürfte nicht immer an ihn denken. Dann denke ich noch mehr an ihn.
Wir galten in der Familie und im Freundeskreis auch als Traumpaar. Obwohl bei weitem nicht immer alles perfekt war - aber 1. bei welchem Paar ist es dann schon und 2. bindest du allen Freunden ja auch nicht immer alles auf die Nase. Aber es waren alle geschockt, als ich von der Trennung erzählte. Viele meinen jetzt noch, das wird schon wieder, gib ihm Zeit, dann wird das wieder. Ihr gehört einfach zusammen!
Bei euch war das natürlich nochmal was anderes. Ohne, dass ich Deine Situation mit einer anderen vergleichen will: eine meiner Freundinnen hat auch nen Partner, der sie als erste Freundin hat. Und der kriegt auch immer wieder kalte Füße. Hatte er sicher schon 4, 5 mal. Dennoch kam er immer wieder zurück. Vielleicht merkt ja auch dein Ex nach einiger Zeit der Experimentierfreudigkeit, was er an Dir hatte und wird sich fragen, ob nicht doch schon Du die richtige warst.
Auf alle Fälle hab ich gestern gemerkt, dass darum kämpfen leider nicht viel bringt. Hatte gestern meine letzten Sachen geholt und zum Schluss jeglichen Halt verloren und ihn angefleht mich nicht allein zu lassen, bei mir zu bleiben und mich nicht zu verlassen. Bringen tut das alles nix. Deswegen: Bleib stark. Danach tut es nur noch mehr weh. Und das kann ich Dir garantieren, mache das seit gestern selbst durch.
Fühl Dich ganz fest gedrückt von mir!
