Zitat von Tieftraurig2020:
Das würde ich allein auf sechs nicht stehen lassen. Und erst recht nicht darauf, dass dieser Mann nach all den Jahren morgens aufwacht und sagt:" hey, jetzt fällt es mir auch auf, mir fehlt etwas am sechs". Vielmehr hat wohl ein Prozess stattgefunden,der den Mann veranlasst hat, sich im www auszuprobieren. Nicht selten liest man von Midlifecrises oder Hörner abstroßen oder Marktwert testen. Sorry, aber bei diesen Themen ist die TE als Verursacherin raus. Einfach pauschal zu sagen, du hast mir etwas nicht gegeben, was ich nach Ü 15 Jahren jetzt neu für mich entdeckt habe ohne das er jemals vorher etwas angedeutet hat wäre mir als Begründung zu wenig.
Die TE ist doch sechsuell völlig aufgeklärt und wäre sogar jetzt noch bereit mit ihm diese neue Vorliebe zu teilen.
Und "Vertrauensbruch" ist nun wirklich kein Ding was man biegen kann wie man will. Wenn soetwas viele Jahre ein "tabu" war dann ist und bleibt es ein Vertrauensbruch, denn die TE hat darauf vertraut, dass er sich nicht hinter ihrem Rücken im www anmeldet und mit anderen Damen schlüpfrig schreibt. Es tut ihr weh, es verletzt sie und er lügt weiter nachdem sie ihm ihre Gefühle offenbart hat. Was bitteschön soll das sonst sein?
Im Übrigen hat auch die TE bereits geschrieben, dass ihr der Sechs so wie er ihr geboten wurde auch nicht ihr Highligt des Tages war. Also denke ich, dass man den vielleicht eingestaubten Sechs nicht als Begründung seiner außerehelichen Flirterein alleine sehen kann. Wer lange Verheiratet war weiß, dass es nunmal so ist, dass es auch in diesem Punkt immer Höhen und Tiefen gibt.
Der Vertrauensbruch ist aus seiner Sicht keiner, er bagatellisiert dieses, Drama macht die TE. Sie wird dieses Problem aber nicht erst kürzlich haben mit ihm, da stimme ich zu. Ich denke, (leider) durch die Krebserkrankung hat er die Chance gesehen, sich Abwechslung zu verschaffen. Wie lange das schon geht, wie weit das schon gegangen ist, kann hier ja niemand sagen, nicht mal die TE selbst. Wie auch?
Sie hat keine Schuld am Verhalten des TEs, aber sie ist beteiligt an der möglichen Lösung - oder Auslöschung. Fakt ist, sucht sich jemand außerhalb einer Ehe ero.. schen Kontakt zu anderen Menschen, sind die Bedürfnisse dahingehend nicht gedeckt. Wie lange oder kurz das schon war, ist zweitrangig. Es ist ein Fakt.
Schlimmer bald noch ist (für mich): Es wird nicht darüber gesprochen, das kenne ich von meiner Ehe, da herrschte auch Unzufriedenheit und das Ergebnis ist bekannt: Weib beging Affäre (vor mir) und es war endgültig aus, weil die Ehe bis dahin auch nur hinplätscherte. Sie wollte nicht reden, ich irgendwann auch nicht mehr, man reibt sich auf. Gewisse Parallelen sehe ich auch hier. Die TE tut mir aufrichtig leid, aber die Diskussion wird um das falsche Thema geführt. Der Verrat ist nicht das Problem (für den Mann), sondern die Art und Weise, wie er das kommuniziert und kompensiert. Das will die TE aber augenscheinlich partout nicht wahrhaben wollen, sie versteift sich auf die Vertrauensfrage, die für den Mann überhaupt nicht Diskussionsgrundlage ist. Da besteht eben das Kommunikationsproblem und ich vermute mal, nicht erst seit kurzem.