Schlemmi
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nach etwas über einem Jahr hat sich mein Freund von mir getrennt…und obwohl selbst ich so oft an dieser Beziehung gezweifelt habe, sitze ich nun in einem ganz tiefen, schwarzen Loch.
Mein Ex ist 37 Jahre alt, hatte noch nie eine langjährige Beziehung und ist seinen vorherigen beiden Freundinnen (Beziehungslänge 8 Monate und 2 Jahre- wobei die Dame der 2-jährigen Beziehung im Schichtdienst war und die beiden im Grunde keinerlei gemeinsamen Alltag hatten) nicht treu gewesen.
Leider haben auch wir uns über eine Affäre kennengelernt (ich wusste auch erst nichts von seiner Partnerin) & er hat seine vorherige Freundin nach ein paar Wochen dann trotzdem für mich verlassen.
Es gab von Beginn an so viele kleine Stolpersteine und Aussagen seinerseits…:
„Meine Ex war mein größter Fan, das fand ich toll“
„Ohne Alternative hätte ich mich nicht getrennt“
„Meine Freundin soll optisch was hermachen“
„Ich benötige eine devote Frau, die Alles an mir toll findet“ etc. etc….
Ich bin allerdings alles andere als unterwürfig (Außer gerne mal im Schlafzimmer) und auch eine eher misstrauische Person (Aufgrund meiner Erfahrungen) und so nahm die Beziehung dann dennoch ihren Lauf. Wir sind nach 5 Monaten zusammengezogen und vorerst schien alles schön.
Ich habe ihm erklärt, dass ich viel Transparenz benötige und auch gerne neugierige Fragen stelle („wer schreibt denn da?“ zum Beispiel); was nichts mit Ihm persönlich zu tun hat, nicht böse gemeint ist, sondern mir einfach nur als „Sicherheit“ dient.
Ihn haben diese Fragen im Laufe des Jahres leider so dermaßen getriggert, dass er regelmäßig ausgeflippt ist (laut geworden, Sätze wie: „Das geht dich alles nichts an“ etc. Ich hätte mir eigentlich nichts sehnlicher gewünscht, als Sicherheit und Transparenz.
Und er wollte nichts als Harmonie, welche ich mit meinen Fragen eben aus seiner Sicht dauerhaft gestört habe…“Hör auf Fragen zu stellen, dann ist es harmonisch“.
Auf emotionale Exkurse meinerseits a la:“ Ich bin so froh Dich zu haben“, „Ich liebe dich“- bekam ich eigentlich nie eine adäquate Antwort, was natürlich auf Dauer noch mehr Unsicherheiten geschürt hat.
Inzwischen glaube ich, dass er emotional ein extrem erkalteter Mensch ist; auch die vorherigen Partnerinnen hat er wohl nicht geliebt, ist aber der Meinung alle Frauen auf Händen getragen zu haben (Trotz dauerhafter Fremdgeherei, aber davon wusste ja niemand).
Im Bett wurde es kurz nach meinem Einzug schwierig…meine Initiativen wurden zu 85% abgelehnt, Sex hauptsächlich, dann, wenn er Ihn wollte. Ich hätte gerne mehr gehabt, mehr gabs aber nicht („Mach keinen Druck“); dafür regelmäßiger P., obwohl ich im Nebenzimmer lag und Lust gehabt hätte etc.
Ich kann jetzt hier nicht alle Situationen darlegen, das würde wohl den Rahmen sprengen…inzwischen glaube ich, dass ich es mit einem Narzissten zu tun habe/ hatte- alle Schuld lag bei mir und meiner Kritik/Fragerei und seine nachfolgenden Ausraster habe ich somit auch definitiv zu verschulden.
Hinzuzufügen ist vielleicht noch, dass er leider Dro. ist und den ganzen Tag (ausser wöhrend der Arbeitszeit) Gras raucht.
Und nun sitze ich hier und bin dennoch furchtbar traurig.
Wünsche mir meinen Partner zurück…