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Zwangsgedanken, ich darf nicht loslassen

Monika1
Ich danke dir sehr für deine Ausführungen,ich lese immer wieder, immer wieder was mir geschrieben wird und vertraue darauf,dass es "stimmt"irgendwann werden die Gefühle hoffentlich mit den Gedanken eins sein ,so dass ich auch gesund fühlen kann.Es hilft mir so sehr immer einen Realitätscheck bei euch zu machen.es hilft mir bei den Gedanken,dass ich nicht schuldig bin und ,dass ich nicht verpflichtet bin und es auch gar nicht kann ,ihn zu retten,es sei denn ich möchte misshandelt oder getötet werden.Falls er momentan tatsächlich auf der Straße lebt,hat er sich dazu entschieden,er ist weder körperlich noch geistig eingeschränkt.Er konnte auch psychisch seine eigenen Grenzen immer sehr genau achten ,ganz im Gegensatz zu mir.Ich muss mir dies alles immer wieder klarmachen und gegenüber jemanden aussprechen.Danke,wenn ich schreibe und Eure Antworten lese,fällt immer so ein Druck von mir ab.

#31


Scheol
@Monika1
Zitat:
Ich danke dir sehr für deine Ausführungen,ich lese immer wieder, immer wieder was mir geschrieben wird



Zitat:
und vertraue darauf,dass es "stimmt"

Hier lesen die anderen auch die anderen Beiträge von den Mitgliedern. Sozusagen als Prüfung / Abgleich wie sie das empfinden.

Und alles und hier einer Meinung.


Zitat:
irgendwann werden die Gefühle hoffentlich mit den Gedanken eins sein ,so dass ich auch gesund fühlen kann..


Zitat:
Es hilft mir so sehr immer einen Realitätscheck bei euch zu machen.

Kannst du jederzeit machen. Meist ist hier immer einer,

es hilft mir bei den Gedanken,


Zitat:
dass ich nicht schuldig bin und ,dass ich nicht verpflichtet bin und es auch gar nicht kann ,ihn zu retten,

Und diesen Satz hier , kannst du dir laut aufsagen !


Zitat:
es sei denn ich möchte misshandelt oder getötet werden.



Zitat:
Falls er momentan tatsächlich auf der Straße lebt,hat er sich dazu entschieden,

Auch das kannst du laut aussprechen.


Zitat:
Ich muss mir dies alles immer wieder klarmachen und gegenüber jemanden aussprechen.

Stell dich vor einen Spiegel. Schau dich dabei an.

Zitat:
Danke,wenn ich schreibe und Eure Antworten lese,fällt immer so ein Druck von mir ab.

Sehr gut.

#32


A


Zwangsgedanken, ich darf nicht loslassen

x 3


GreenTara
@Monika1
Ich kann die Sorge, dass er obdachlos sein könnte, irgendwie schon nachvollziehen. Als empatischer Mensch denkt man halt so. Nur: Mit seinem Verhalten hat er sich doch jedes Recht darauf verwirkt. Dann muss er halt auf die Straße, mit seinem Verhalten wird er sich dort sicher gut zurechtfinden.
Du hast jedenfalls ein Recht darauf, respektvoll behandelt zu werden.
Und nein, auch schöne gemeinsame Zeiten müssen nicht so entgolten werden.
Diesen Respekt solltest du dir aber auch selbst zukommen lassen.
An deinen Worten lässt sich auch erkennen, wie sehr diese Werte, Achtung und Respekt, Einlass in deine Seele begehren. Ich weiß nicht, welche negative Energie versucht, dir Zweifel einzuflößen. Ist es der Einfluss dieses Mannes? Oder hattest du schon immer diese Tendenz, zu glauben, daß gutes Leben eher anderen zusteht?
Als Juristin hast du doch ein gutes Urteils- und Unterscheidungsvermögen, einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und eine hohe Intelligenz. Ist es eine versteckte Angst vor dem Alleinsein, die dir Zweifel an deiner Entscheidung vorgaukelt? Dann kann ich dir nur sagen, dass Alleinsein nicht Einsamkeit bedeuten muss. Wenn du deine Lebensfreude darin findest, Selbstbestimmung zu leben. Ja, manche Unternehmungen machen als Paar mehr Freude. Als Paar, dass sich versteht.
Ich bin zwei Jahre älter als du, und auch ich musste mich suchen. Und das würde ich mir niemals wegnehmen lassen.

x 3 #33


Monika1
Liebe Green Tara,mein Problem ist meine chronische Zwangserkrankung.Ich muss kontrollieren, kontrollieren, kontrollieren .Handlungs und Gedanken Zwänge.Mittlerweile kann ich einigermaßen damit leben.Schwierig wird es,wenn belastende Situationen auftreten,dann nehmen die Zwänge überhand.Ich kann mich nicht einfach ablenken,"ich muss das und das denken" oder Tun. ich traue mir und anderen nicht.Irgendwas könnte ausser Kontrolle geraten.Ein riesen Zwangsfeld sind engere Kontakte,sei es Kollegen, Beziehungspartner,Freunde. Da bin ich besonders gefährdet.Ich war viel in Kliniken und bekomme auch seit 30 Jahren Psychopharmaka.Ich habe gelernt,dass die Behandlungen an ihre Grenzen kommen ,da die auslösenden Faktoren, Situationen welche Zwänge auslösen,wechseln.ich bin am entspanntesten,wenn ich keine engen Kontakte habe.Dh alle selbsschaedigenden Gedanken die ich momentan habe,sind objektiv unvernünftig,machen mich kaputt,aber ich denke ich "muss" sie haben ,ich darf sie nicht ändern,entgegen aller Vernunft.Daher brauche ich momentan soviel rationale Unterstützung.Ich hoffe,im Laufe der Zeit kann ich fühlen,was gesund ist,dh ratio und gefuehl müssen eine Einheit ergeben.Es dauert,ich kenne das aus der Vergangenheit,irge

x 3 #34


Monika1
Wenn ich die "Erlaubnis" habe, dass ich in dieser Geschichte auf mich achten darf,dass es mir gut geht,ich nicht schuldig bin,wird die eigentliche Bewältigungsarbeit dieser Beziehung erst beginnen.Trauer,Wut etc.
Aber soweit bin ich seit 3 Monaten nicht, obwohl ich immer wieder mit Menschen reden und sie nach ihrer Meinung fragen.Bei Euch bekomme ich es schriftlich und dies hilft mir mehr,da ich was handfeste habe und immer wieder nachlesen und damit kontrollieren kann,dass ihr das auch wirklich geschrieben habt.

x 3 #35


HeavyDreamy
@Monika1

Eine Frage: Bekamst du in der ganzen Therapiezeit, die du immer wieder hattest, kein Material mit zum üben oder eben auch zum durchlesen, auch wann deine eigenen Zwangsgedanken kommen und wie du in dem Moment handeln kannst?

#36


Scheol
Zitat von Monika1:
Wenn ich die "Erlaubnis" habe, dass ich in dieser Geschichte auf mich achten darf,dass es mir gut geht,ich nicht schuldig bin,wird die eigentliche Bewältigungsarbeit dieser Beziehung erst beginnen.Trauer,Wut etc. Aber soweit bin ich seit 3 Monaten nicht, obwohl ich immer wieder mit Menschen reden und sie ...

Wann war den der letzte Kontakt zu ihm ?

#37


GreenTara
Liebe @Monika1, das tut mir leid, dass dein soziales Umfeld durch deine Zwänge derart eingeschränkt sind. Bei soviel Kontrollbedürfnis scheint mir das Urvertrauen verletzt zu sein. Für dein Umfeld ist es schwierig: weil dein Denken und Handeln nicht nachvollzogen werden können, und als unberechtigtes Mißtrauen empfunden werden können. Das ist aber kein Grund, diesem niveaulosen Mann eine Bedeutung zu geben. Im Gegenteil, du brauchst gefestigte, verlässliche Personen in deinem Umfeld. Diese wirken auch auf dich stabilisierend. Für Therapien für dich gut sein könnten, hat Scheol vielleicht Vorschläge auf Grund seiner Erfahrung.
Aber ich glaube fest daran, dass man auch selbst daran arbeiten kann, um die Verstandes- und Gefühlsebene in Einklang zu bringen. Du siehst ja selbst, dass die externe Bestätigung, die ja eine Art Affirmation ist, weiterhilft. Wie sieht es bei dir mit Körperübungen aus, Yoga, Tai chi oder ähnliches? Diese wirken ausgleichend auf die persönlichen Funktionen.

#38


Hola15
Hallo @Monika1

Rücksichtnahme und Toleranz ist keine Einbahnstraße.
Was ist das für eine Rücksichtnahme, die den Rücksichtnehmenden ausschließt?

Du hast absolut und ohne Zweifel (!) komplett richtig gehandelt, indem du ihn aus deinem Leben entfernt hast!

Er ist erwachsen und für sich selbst und sein Verhalten verantwortlich. Er hat sich alles selbst zuzuschreiben.

Du bist dafür verantwortlich dich selbst zu schützen und dein Leben so zu gestalten, dass es dir möglichst gut geht.
Du bist nicht (!) für ihn verantwortlich.

Das was du fühlst hat nichts mit dem hier und heute und nichts mit ihm und einer eventuellen Verantwortung ihm gegenüber zu tun. Die gibt es nämlich nicht.
Das was du fühlst hat vermutlich etwas mit früher zu tun, das in der heutigen Situation keine Gültigkeit besitzt. (Damals auch nicht)

x 1 #39


Monika1
Mein letzter Kontakt war vor 3 Monaten, seitdem absoluter Nullkontakt.Dies mache ich aus Eigenschutz ,da ich richtig Angst habe,dies fühle ich und den Eigenschutz erlaube ich mir auch,Gott sei Dank,ich habe ihn angezeigt, obwohl ich es nicht fühle,dass ich es darf.
Ich habe Werkzeug wie ich mit Zwangsgedanken umgehen kann,aber die helfen nicht immer,da ich auch therapeutisch begleitet werden muss,wenn die Situation zu bedrohlich wird,die mit den Zwängen kontrolliert wird.(Zwangshandlungen suggerieren Kontrolle).Ich bin auf der Suche nach einem Therapeuten,im Augenblick lange Wartezeiten.Bis dahin suche ich mir Hilfe wo ich sie kriegen kann , früher habe ich mich immer geschämt(Zwänge sind eine heimliche Erkrankung)Aber den Luxus einer Scham kann ich mir nicht mehr leisten.Obwohl mir enge Kontakte Schwierigkeiten machen können,habe ich Einen großen Freundeskreis,die wissen mit meinen Zwängen umzugehen.Wichtig ist für mich immer ein Realitätscheck und klare Ansagen,eine Richtschnur bis sich das Knäuel irgendwann in meinem Kopf auflöst.Je emotional unabhängiger ich mich fühle,desto weniger Zwänge,daher wollte ich nie Kinder , heiraten.Hola,deine klaren Worte tun mir gut .Green Tara,deine Ausführungen sind richtig.Ich danke euch allen sehr,ich orientiere mich an euren Aussagen und kann sie Gott sei Dank immer wieder nachlesen.Dies hilft mir sehr.

x 4 #40


HeavyDreamy
@Monika1

Darf ich fragen, ob du zuhause Unterstützung bekommst, in Form von Ambulante Wohnbegleitung?
Oder bist du komplett auf dich alleine gestellt?

#41


Monika1
Hallo HeavyDreamy,danke dass du nachfragst.Ichwohne alleine,kann aber jederzeit bei Freunden oder Kernfamilie um Hilfe bitten.Ansonsten bin ich berufstätig,aber im Augenblick krankgeschrieben.

x 1 #42


HeavyDreamy
Zitat von Monika1:
Ichwohne alleine,kann aber jederzeit bei Freunden oder Kernfamilie um Hilfe bitten.Ansonsten bin ich berufstätig,aber im Augenblick krankgeschrieben.

Oke, supi dass du Hilfe um dich herum hast Smile Das ist auch viel wert!

#43


Scheol
@Monika1
Zitat:
Mein letzter Kontakt war vor 3 Monaten, seitdem absoluter Nullkontakt.

Super ! 👍

Zitat:
Dies mache ich aus Eigenschutz ,

Das ist auch völlig richtig so und du würdest das auch jeden empfehlen dem es genauso passiert wäre.

Also alles richtig gemacht.

Zitat:
da ich richtig Angst habe,dies fühle ich und den Eigenschutz erlaube ich mir auch,

Der Eigenschutz ist auch gar nicht in Frage zustellen.

Jeder Feuerwehrmann denkt so.

Jeder Rettungsschwimmer denkt und handelt so.

Jeder Polizist macht das.

Und jede Person darf und sollte so handeln.

Zitat:
Gott sei Dank,ich habe ihn angezeigt, obwohl ich es nicht fühle,dass ich es darf.

Die Anzeige ist Richtig und du stehst für dich ein und zu ziehst hier eine sehr deutliche Grenze.
Sehr gut.

Zitat:
Ich habe Werkzeug wie ich mit Zwangsgedanken umgehen kann,aber die helfen nicht immer,da ich auch therapeutisch begleitet werden muss,wenn die Situation zu bedrohlich wird,die mit den Zwängen kontrolliert wird.(Zwangshandlungen suggerieren Kontrolle).



Zitat:
Ich bin auf der Suche nach einem Therapeuten,im Augenblick lange Wartezeiten.

Auf die Warteliste setzen lassen und ab und an mal in Erinnerung rufen das es dringend ist und man auch die Termine erstmal nehmen würde wo jemand absagt.

Dann rutscht man erst mal da rein. Einfach mal probieren.

Zitat:
Bis dahin suche ich mir Hilfe wo ich sie kriegen kann ,

Hier 👍

Zitat:
früher habe ich mich immer geschämt(Zwänge sind eine heimliche Erkrankung)Aber den Luxus einer Scham kann ich mir nicht mehr leisten.

Ich würde es nicht Luxus nennen. Ich würde sagen , ich würde nicht wollen dass sie solch großen Raum in deinem Leben bekommt oder einnimmt.

Ich denke wenn man offensiv damit umgeht und Menschen das ein wenig erklärt, haben diese auch eine Chance damit umzugehen.

Ich hatte in der Reha Klinik eine Person kennen gelernt der unter Zwängen litt.

War von außen anfangs sehr komisch anzusehen , weil man nicht wusste was los war.

Er hatte mehrere. Ein Problem war das er nicht ohne Probleme durch eine Tür gehen konnte.

Da Benötigte er unzählige anlaufe,

Irgendwann vor der Reha Klinik , wir saßen zu dritt dort , und wir lachten. Er kam durch Zufall vorbei und er dachte wir lachen über ihn.

Er nahm seinen Mut zusammen und zickte uns an „ habt ihr über mich gelacht“.

Man sah an der Körpersprache das er sich nicht wohl fühlte. Ich sagte nein wir haben nur eben hier gelacht und jemanden verabschiedet. Und wir kamen ins Gespräch. Er wollte irgendwie weg aber die Fragen wollte er beantworten.

Er kam näher blieb aber um die 4 Meter entfernt, und sprach aus der Entfernung.

Wir erzählten eine Weile und ich sagte zu ihm setz dich doch hier mit auf den Holzbalken.

Was er auch mit Abstand links 2 Meter , 2,5 Meter von mir tat. Also man merkte er blieb auf Abstand.

Irgendwann merkte er das wir locker reden mit ihm und er ging auf Fragen von uns ein. Er erzählte kurz was ihm passiert ist und das er danach diese Probleme hatte.

Und „ ich kann nicht lange die Nähe von Menschen ertragen, ich muss immer schnell weg“.

Ich schaute auf den Holzbalken zwischen uns , auf die 2 bis 2,5 meter , und sagte ihm locker „ das du hier schon zwei Meter neben mir Sitz seit 10 Minuten ist die aber schon aufgefallen“,

Er sagte „ja , ich habe mich schon selbst gewundert , das habe ich seit 3 Jahren (!) nicht hinbekommen“.

Er lernte das wir Fragen dazu haben und er diese normal beantworten kann und wir mit seinem Verhalten ganz normal umgehen konnten.

Er kam damals zur Kantine und ich fragte ob ich die Tür solange aufhalten kann um ihn zu helfen. Er sagte nein das bringt nichts.

Aber man merkte das man durch Fragen und Antworten Normalität erzeugen konnte.

Es gab da auch Szenen wo er erzählte von seinem Thema wo wir zusammen gelacht haben.

Also ich hatte den Eindruck das es ihm einfacher gefallen ist das Leute ihn nicht irgendwie abgestempelt haben sondern auch auf seine Erfolge hingewiesen haben. Das man ihn ganz normal gesehen hat.

Der saß zum Schluss am Rande einer 8 Personen Gruppe. Es kam vor das er plötzliche aufsprang sein Arm ausstreckte und messen musste ob die Personen weit genug weg waren.
Wir wussten das irgendwann und wussten dann auch damit umzugehen das er das gerade machen muss und wir nicht mehr fragen wie und was wir zur Hilfe tun können. Eben einfach normal weiter machen. Und uns normal weiter unterhalten haben.


Zitat:
Obwohl mir enge Kontakte Schwierigkeiten machen können,habe ich Einen großen Freundeskreis,die wissen mit meinen Zwängen umzugehen.

Und deshalb habe ich dir oben die Geschichte aus meiner Perspektive erzählt.

Der war glaube ich dort verwundert das sehr viele normal mit ihm umgegangen sind und auch wenn er am Rand stand , das die Gruppe ihn immer gezeigt hat , du gehörst dazu.

Er hatte an einem großen Tisch drei Plätze weiter seinen Platz damit er Raum hat. Oder die Leute setzen sich so wenn er kam das er dort wieder Platz hatte.


Zitat:
Wichtig ist für mich immer ein Realitätscheck und klare Ansagen,eine Richtschnur bis sich das Knäuel irgendwann in meinem Kopf auflöst.Je emotional unabhängiger ich mich fühle,desto weniger Zwänge,daher wollte ich nie Kinder , heiraten.


Zitat:
Hola,deine klaren Worte tun mir gut .Green Tara,deine Ausführungen sind richtig.Ich danke euch allen sehr,ich orientiere mich an euren Aussagen und kann sie Gott sei Dank immer wieder nachlesen.Dies hilft mir sehr.

#44


J
Zitat von Monika1:
ich muss mir im Grunde von der ganzen Welt bestätigen lassen,dass ich nicht unrecht gehandelt habe

Liebe Monika,

es tut mir sehr leid, was du in der Beziehung für Erfahrungen machen musstest und was du gerade durchmachst. Ich leide selber seit der Kindheit unter Zwängen und weiß daher, wie schlimm und quälend das ist und wie hartnäckig solche Gedanken sein können. Ich denke aber, dass das, was du hier machst, absolut nicht richtig ist. Du möchtest hier Rückversicherung haben von möglichst vielen Leuten, das entlastet dich zwar kurzfristig, hält aber langfristig die Zwänge aufrecht. Egal, was andere sagen, es wird nie genug sein, dem Zwang werden immer wieder neue Gründe einfallen, die du gegenchecken musst. Das weißt du sicher selbst. Mit Zwängen ist es ein bisschen wie beim Tauziehen: Je mehr du dich dagegen stemmst, umso stärker zieht der Zwang zurück. Erst wenn du loslässt, wird es leichter.

Hast du es mal mit metakognitivem Training versucht? Also dein Zwangsdenken quasi aus der Vogelperspektive wahrzunehmen? Schau mal hier, da habe ich ein paar Techniken beschrieben: vom-umgang-mit-obsessiven-gedanken-t74640.html

Was mir auch ganz gut hilft, ist einfach nur meinen Grad der Anspannung wahrzunehmen (von 1=minimal bis 10= maximal) und nur zu beobachten.

Auch Expositionsübungen haben mir geholfen, sind aber zugegeben ziemlich hart und gerade bei Gedanken nicht so leicht durchzuführen.

Ich wünsche dir alles Gute und wenn du Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben.

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